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Unglaubwürdig

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01.07.2021

Wer immer nur von der Gegenwart aus denkt, verharrt in der Kurzfristigkeit und verliert an strategischer Tiefe.“ Der Satz, über dessen Tiefe man diskutieren darf, stammt von Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der deutschen Grünen. Er ist in ihrem neuen Buch „Jetzt – Wie wir unser Land erneuern“ zu finden. Zu finden ist er dummerweise fast wortident (statt „Gegenwart“ steht „Krise“) auch im Aufsatz einer deutsch-französischen Politikwissenschaftlerin zu Jahresbeginn in der Zeitschrift Internationale Politik.

Ist das schlimm? Die Frontfrau der Grünen hat abgeschrieben, und der selbsternannte Plagiatsjäger Stefan Weber hat sie dabei erwischt. 12 Stellen in dem Buch sind teilweise 1:1 von anderen Texten abgekupfert. Aber es handle sich bei dem Buch auch um keine wissenschaftliche Arbeit, sagen die Anwälte der........

© kurier.at


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