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Stromausfall in Berlin – war das Linkserrorismus?

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10.01.2026

Wie ist die Sabotageaktion, zu der sich die „Vulkangruppe“ bekannt hat, einzuordnen?

Während ich diese Zeilen schreibe [am 6. Januar, Anm.d.R.] sind Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Strom. In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde ein Stromkabel über dem Teltowkanal – das vom Heizkraftwerk Lichterfelde zur Kleingartenanlage Zukunft führt – gesprengt. Der Anschlag legte nicht nur die Beleuchtung und die Kommunikation für die Menschen in Zehlendorf, Dahlem und anderen Stadtteilen lahm. Ohne Strom funktionieren die meisten Heizungsanlagen nicht, und das in der kältesten Woche des Jahres. Pflegeheime werden mit Notstromaggregaten betrieben, während viele Anwohner:innen in Turnhallen untergebracht wurden.

Die erste Frage, die wir uns stellen sollten, lautet: Warum dauert es bis Donnerstag, bis die grundlegende Infrastruktur repariert ist? Warum konnten Menschen ohne Strom nicht in Hotels untergebracht werden? Der Senat kündigte ein umständliches Programm an, mit dem Anwohner Hotelzimmer für 70 Euro pro Nacht buchen können, und gab nach Kritik bekannt, dass diese Kosten irgendwann erstattet werden. Offensichtlich sind es gerade die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigen, die von diesem teuren bürokratischen Albtraum nicht profitieren.

Wir müssen über die deutsche Sparpolitik sprechen: Während sie Hunderte Milliarden für neue Waffen ausgeben, lässt die herrschende Klasse die Infrastruktur verfallen. Im ganzen Land sind alle Arten von Rohren und Kabeln seit Jahrzehnten über ihre Lebensdauer hinaus und Vandalismus ausgesetzt, etwa bei Glasfaserkabeln neben den Bahngleisen an. Das Personal für Reparaturen wurde aus Effizienzgründen auf ein Minimum reduziert. Wenn jemand für den Stromausfall verantwortlich ist, dann ist es die........

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