Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter
07. Juli 2026 – 22. Tamus 5786
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Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter
Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt
Der Jugendliche, der in Zürich wegen einer antisemitisch motivierten Messerattacke vor Gericht stand, wurde am Dienstag vom Jugendgericht Dielsdorf wegen mehrfach versuchten Mordes zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Zur Tatzeit war der Minderjährige 15 Jahre alt. Er hatte am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen Juden auf der Straße niedergestochen, der beim Angriff beinahe ums Leben kam. Dabei soll der Täter mehrfach auf das Opfer eingestochen haben.
Laut Anklage hatte sich der Jugendliche nach den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 im Internet radikalisiert. Im Januar 2024 informierte er sich über den IS und den Bau von Bomben. Schließlich kaufte er ein Messer, begab sich zu einer Synagoge in Zürich und startete vor der Tat einen Livestream, der zwar kein Bild, aber den Ton des Angriffs aufzeichnete - »damit die Welt die Ereignisse online verfolgen kann«, wie es in der Anklageschrift heißt.
Der Täter hatte zudem versucht, sich vor der Tat Zugang zu einer Synagoge zu verschaffen. Weil ihm dieser jedoch verwehrt wurde, wählte er sein Opfer zufällig auf der Straße aus, bevor er dieses von hinten überfiel und auf es einstach. Die Tat soll der Minderjährige mehrere Wochen lang vorbereitet haben.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Jugendlichen mehrfach versuchten Mord sowie Unterstützung einer kriminellen Organisation und Aufruf zu Diskriminierung und Hass vorgeworfen sowie eine Freiheitsstrafe von........
