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„Beschränkt“: Für Brot für die Welt ist Deutschland nur drittklassig

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20.05.2026

20. Mai 2026 – 4. Siwan 5786

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»Beschränkt«: Für Brot für die Welt ist Deutschland nur drittklassig

Die evangelische Hilfsorganisation hat ihren jährlichen Bericht »Atlas der Zivilgesellschaft« vorgelegt. Er kommt zu einem vernichtenden Urteil für Deutschland - und für Israel

»Brot für die Welt« ist Teil des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirchen in Deutschland. Die 1959 in Berlin gegründete Organisation hat sich auf die Fahne geschrieben, »Hilfe zur Selbsthilfe« in ärmeren Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zu leisten.

Knapp 3000 Projekte in 81 Staaten förderte Brot für die Welt 2024. Längst geht es dabei nicht mehr nur um die Bekämpfung von Hunger oder die Gesundheitsförderung in Entwicklungsländern. Es geht ausdrücklich auch um politische Anliegen wie Gleichberechtigung, Menschenrechte und Frieden.

332 Millionen Euro standen Brot für die Welt im Jahr 2024 für seine Arbeit zur Verfügung. Der größte Teil davon waren nicht etwa Einnahmen aus Spenden und Kollekten – vor allem rund um Weihnachten wird in vielen evangelischen Kirchen für das eigene Hilfswerk geopfert –, sondern ein Zuschuss aus dem Bundeshaushalt von 168 Millionen Euro. Knapp ein Zehntel der Einnahmen gibt Brot für die Welt für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung aus.

Neben seinen Kernaktivitäten gibt die Organisation seit 2018 auch jedes Jahr einen »Atlas der Zivilgesellschaft« heraus. Er wird vom Netzwerk »Civicus« im Auftrag von Brot für die Welt erstellt und stuft die Länder der Welt auf Basis der dort herrschenden Bedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement in fünf Kategorien ein: »offen«, »beeinträchtigt«, »beschränkt«, »unterdrückt« und »geschlossen«. Dabei sind offizielle Daten und Statistiken verpönt; die Bewertungen basieren ausschließlich auf Befragungen und Eingaben von NGOs.

Deutschland wird erneut abgewertet

Jetzt ist der neue Atlas für das abgelaufene Jahr 2025 vorgestellt worden. Auffällig ist, dass zahlreiche große Staaten der EU nur das Gütesiegel »beschränkt« erhalten. In dieser Kategorie finden sich die größten europäischen Länder wieder; neben Deutschland sind auch Großbritannien, Frankreich und Italien. Alle vier erhielten nur 55 von 100 möglichen Punkten. Die Bundesrepublik ist also nach Ansicht von Brot für die Welt in guter, oder eher: in schlechter Gesellschaft.

Laut Eigendefinition bedeutet die Einstufung nämlich, dass in den betreffenden Staaten zentrale Grundrechte wie Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit »durch rechtliche und praktische Einschränkungen beschnitten« und »zivilgesellschaftliche Organisationen überwacht und schikaniert« werden. Zudem würden »Versammlungen oft gewaltsam aufgelöst«. Medien existierten in diesen Ländern zwar, doch seien Journalisten dort »Übergriffen und Klagen ausgesetzt und üben häufig Selbstzensur«.

Den Ärmsten der........

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