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Es ist höchste Zeit, das Commerzbank-Patt zu beenden

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16.03.2026

Nach anderthalb Jahren zähem Übernahmekampf hat Unicredit ein formales Kaufangebot für die Commerzbank vorgelegt. Die Offerte ist noch keine Vorentscheidung im Ringen um die Zukunft des Frankfurter Instituts. Das Ziel von Andrea Orcel, dem Chef der italienischen Großbank, ist es erst einmal, seine Frankfurter Kontrahentin Bettina Orlopp an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Doch Orlopp bleibt stur. Die Commerzbank sieht weiterhin keine Grundlage für Gespräche und kann sich dabei auf die Unterstützung der Bundesregierung verlassen, die mit zwölf Prozent hinter Unicredit der zweitgrößte Aktionär des Instituts ist. Es wird höchste Zeit, dieses Patt aufzulösen. Allein schon weil es ein Unternehmen nicht endlos aushält, wenn der mit Abstand größte Aktionär Pläne verfolgt, die der Strategie des Topmanagements diametral entgegengesetzt sind.

» Lesen Sie auch: Commerzbank lehnt Übernahmegespräche mit Unicredit ab

Um den Streit um die Commerzbank zu lösen, sind mehrere Dinge notwendig: Unicredit muss einen glaubhaften Plan vorlegen, der en détail zeigt, weshalb die Übernahme ökonomisch die beste Lösung ist und warum sie sich für die Aktionäre auszahlen wird. Über diesen Plan muss dann das Commerzbank-Management mit den Italienern sprechen und die Lösung akzeptieren, die für die Eigentümer die optimale ist. Und schließlich muss die Bundesregierung ihren Widerstand gegen die Übernahme aufgeben.

Nach anderthalb Jahren zähem Übernahmekampf hat Unicredit ein formales Kaufangebot für die Commerzbank vorgelegt. Die Offerte ist noch keine Vorentscheidung im Ringen um die Zukunft des Frankfurter Instituts. Das Ziel von Andrea Orcel, dem Chef der italienischen Großbank, ist es erst einmal, seine Frankfurter Kontrahentin Bettina Orlopp an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Doch Orlopp bleibt stur. Die Commerzbank sieht weiterhin keine Grundlage für Gespräche und kann sich dabei auf die Unterstützung der Bundesregierung verlassen, die mit zwölf Prozent hinter Unicredit der zweitgrößte Aktionär des Instituts ist. Es wird höchste Zeit, dieses Patt aufzulösen. Allein schon weil es ein Unternehmen nicht endlos aushält, wenn der mit Abstand größte Aktionär Pläne verfolgt, die der Strategie des Topmanagements diametral entgegengesetzt sind.

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Um den Streit um die Commerzbank zu lösen, sind mehrere Dinge notwendig: Unicredit muss einen glaubhaften Plan vorlegen, der en détail zeigt, weshalb die Übernahme ökonomisch die beste Lösung ist und warum sie sich für die Aktionäre auszahlen wird. Über diesen Plan muss dann das Commerzbank-Management mit den Italienern sprechen und die Lösung akzeptieren, die für die Eigentümer die optimale ist. Und schließlich muss die Bundesregierung ihren Widerstand gegen die Übernahme aufgeben.


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