Die losen Enden der Radikalisierung
Islamistischer Terror : Die losen Enden der Radikalisierung
Den gewaltbereiten Islamisten auf der Spur: Auch bei der Gewährleistung von Sicherheit geht es um ein Handeln unter Unsicherheit, in der Rechtspolitik nicht anders als im richtigen Leben.
Was dagegenspricht, Ursachen für die Radikalisierung von Islamisten eindeutig bestimmen zu wollen, geht aus den Erläuterungen des Bundeskriminalamts (BKA) zur Risikobewertung von Gefährdern hervor. Eine solche psychologisch und erkenntnistheoretisch informierte Perspektive ist politischen und therapeutischen Patentlösungen vorzuziehen, denen zufolge immer schon klar ist, was Gefährder zu Gefährdern macht, wenn nur nicht die islamistische Ideologie selbst in ihrer Wirkmächtigkeit zur Darstellung kommt. Sind es tatsächlich in erster Linie fehlende Zugehörigkeitsgefühle, die hier negativ wirken? Wird alles gut, wenn die islamistisch bezirzbaren Jugendlichen rechtzeitig bei der freiwilligen Feuerwehr andocken?
Bei der deutschen Polizei wurde 2017 bundesweit das Risikobewertungsinstrument RADAR-iTE zur Aufbereitung von Islamistische-Gefährder-Daten eingeführt. Das Bundeskriminalamt hatte es gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Forensische Psychologie der Universität Konstanz entwickelt. So geht es dabei laut BKA etwa darum, „durch eine verbesserte Strukturierung und Dokumentation biographischer Verläufe bereits bekannter Personen des militant-salafistischen........
