Es wird 2026 wieder besser werden – und das birgt eine Gefahr
Knapp 400.000 Menschen waren 2025 in Österreich arbeitslos oder in einer Schulung des Arbeitsmarktservices. Die längste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat also auch auf dem heimischen Arbeitsmarkt tiefe Furchen hinterlassen. Dass die psychologische Grenze des vierten Hunderttausenders bei der absoluten Zahl der Arbeitslosen nicht durchbrochen worden ist, hängt vor allem mit dem demografischen Wandel und einer kürzeren durchschnittlichen Arbeitszeit je Arbeitnehmer zusammen. Die auf den Arbeitsmarkt nachrückenden Generationen sind um rund 35.000 Personen geringer als jene, die in Pension gehen. Beides wird künftig für gröbere Probleme sorgen – Stichwort Fachkräftemangel –, gibt dem System derzeit aber eine nicht unerwünschte Entlastung.
