Ist mit dem Gender Pay Gap schon alles gesagt?
Der Gender Pay Gap weist längst nicht die gesamte unterschiedliche Verteilung aus.
Am 3. März wurden von der Statistik Austria die neuen Daten des Gender Pay Gap präsentiert. Es ist gut und wichtig, dass es diesen europaweit vergleichbaren Indikator gibt, der die Bruttostundenlöhne von Frauen in Relation zu jenen der Männer setzt und damit Zeit- und Ländervergleiche ermöglicht. Und es ist wichtig, dass in den Medien in ihren Beiträgen zum Frauentag darüber berichtet wird. Doch wir haben uns schon daran gewöhnt, dass Österreich dabei zu den Schlusslichtern in Europa zählt; dass nur circa ein Drittel des Gender Pay Gap durch beobachtbare persönliche Faktoren und die Segregation am Arbeitsmarkt erklärt werden kann. Das ruft kaum mehr Empörung hervor. Der Gender Pay verringere sich ohnehin jährlich und mit 17,6 Prozent sei der Unterschied gar nicht mehr so hoch.
