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Die Bundesliga hat ihren Preis

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16.06.2019

Der Fall ist einfach. Der 1. FC Union braucht Geld für seine Zukunft in der Fußball-Bundesliga. Viel Geld, um eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Und Geld bekommt ein Klub im Profifußball vor allem über Sponsoren. Aber so viel Zaster haben im Lande eben nicht nur Unternehmen, die moralisch über jeden Zweifel erhaben sind. In die Kategorie umstrittener Firmen fällt wohl auch der Immobilienkonzern mit Firmensitz Luxemburg, der die Köpenicker nun als Haupt- und Brustsponsor unterstützten soll.

Die Fanseele kocht nämlich seit Bekanntwerden des Deals. Der coole Kultklub aus Köpenick mit einem Immobilienhai als Hauptsponsor auf der Brust. Das geht nach Meinung der Anhänger natürlich nicht.

Beim 1. FC Union sind die Anhänger näher dran als andernorts, das betonen Anhang und Klub auch immer wieder. Insofern darf die Reaktion auf den neuen Sponsor nicht überraschen. Aber in wie weit haben Anhänger überhaupt das Recht, sich in wirtschaftliche Belange ihres Lieblingsvereins einzumischen. Weiter gedacht: Könnte künftig bei jedem Transfer der Berliner darüber diskutiert werden, ob Spieler X nun Summe Y oder Z als Gehalt verdient soll.

Zu viel Mitsprache und Diskussion würde ein hierarchisch strukturiertes Unternehmen – und das ist auch Union – ruinieren. Es sollte klar sein, bei aller Liebe, dass sich Union im Milliardengeschäft Profifußball bewegt. Der Klub braucht Geld, um da mitzuspielen. Das wird ihm allein mit........

© Der Tagesspiegel