CDU verliert massiv in Berlin und MV: Kanzler Merz droht ein Abschied auf Raten
Die große Revolte gegen Friedrich Merz – sie ist an diesem Wahlabend ausgeblieben. Der Kanzler hatte vorgebaut und sich vorab die Unterstützung seiner Ministerpräsidenten geholt.
Die spielten zwar nur zähneknirschend mit und hielten sich in ihrer Solidaritätserklärung für den Bundeskanzler ein Hintertürchen offen, indem sie auf die Nennung des Namens Friedrich Merz verzichteten. Einen schnellen Kanzlersturz aber wird es nicht geben.
Ist damit also alles gut für Merz? Mitnichten. Denn diese Wahlergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern können nicht spurlos an der CDU, am Kanzler und an der Koalition vorbeigehen. Zu deutlich ist der Verlust an Vertrauen in die maßgeblichen Akteure der Bundespolitik auch aus diesen Wahlen abzulesen. Zu deutlich die Stärkung der Extreme auf beiden Seiten des politischen Spektrums.
Christian Tretbar ist Chefredakteur des Tagesspiegels. Er sagt: Die Koalition im Bund mag noch dieselbe sein. Die Dynamiken aber haben sich nach den jüngsten drei Landtagswahlen verändert.
Besonders beunruhigend ist das Signal in der Hauptstadt, in der eine rechtsextreme und eine linksextreme Partei zusammen auf rund 40 Prozent der Stimmen kommen. Insbesondere der Erfolg der Linken mit ihrem ungeklärten Verhältnis zum Antisemitismus und ihren........
