Westlicher Vorposten im Osten: Polen bereitet sich auf den Ernstfall vor
Cezary Pruszko erinnert sich noch an die Zivilschutz-Ausbildung während seiner Schulzeit in der kommunistischen Ära – Karten lesen, Überlebenstraining und das Gefühl, dass ein Krieg real und immer präsent ist. „Meine Generation ist damit aufgewachsen. Man brauchte ihr nicht zu erklären, warum das wichtig ist“, meint der 60-Jährige, als er diese Fähigkeiten an einem frostigen Samstagmorgen an einem Armeestützpunkt außerhalb von Warschau auffrischt. Gemeinsam mit Dutzenden von Zivilisten nimmt er an einer Luftschutzbunker-Führung teil, legt Gasmasken an und übt, mit einem Feuerstein Funken zu schlagen, um ein Feuer zu entfachen.
Das Training soll die Widerstandskraft der Bürger stärken. Es ist Teil eines neuen Programms, das bis 2027 400.000 polnische Bürger für den Kriegsfall vorbereiten soll. Es ist freiwillig und steht allen offen – vom Schulkind bis zum Pensionär. „Wir leben in den gefährlichsten Zeiten seit Ende des Zweiten Weltkrieges“, so Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz anlässlich des Programmstarts im November. „Jeder von uns muss die Fähigkeiten, das Wissen und das Know How haben, um im Fall einer Krise zurechtzukommen.“
Während eines Trainings auf einem Militärstützpunkt außerhalb von Warschau erzählt Pruszko, dass er Mitarbeiter seines Unternehmens hierher geschickt habe. „Viele der Jüngeren sind in einer Zeit des Friedens mit wenig Sinn für latente Gefahren aufgewachsen, an die wir uns als ältere Generation erinnern“, erklärte er. „Ich hoffe, wir werden die vermittelten Fähigkeiten niemals brauchen.“
In Polen ist man sich dessen bewusst, dass die geografische........© der Freitag





















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