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Gletscherschmelze: Nicht nur halb Grönland weg

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08.01.2026

Die Welt steuert auf den Höhepunkt der Gletscherschmelze zu: Aktuell gibt es noch gut 200.000 Inlandsgletscher auf der Erde, davon verschwinden jährlich rund 750. Die Forschung deutet jedoch darauf hin, dass sich dieses Tempo rasant beschleunigen wird. Mitte des Jahrhunderts werden dann bis zu 4.000 Eisflächen verschwinden – und zwar jedes Jahr.

In den europäischen Alpen geht der Prozess der in Nature Climate Change publizierten Studie zufolge besonders schnell: Hier wird die Gletscherschmelze bereits in acht Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Noch gibt es 3.200 Gletscher in Mitteleuropa, bis 2100 werden die aber um 87 Prozent schrumpfen – selbst wenn der globale Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzt würde.

Rechnet man die Klimaschutzpläne zusammen, die die Staaten der Welt an die UNO gemeldet haben, dann steigt die globale Durchschnittstemperatur um 2,7 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau – vorausgesetzt, die Pläne würden umgesetzt, wonach es derzeit nicht aussieht. Bei diesem Szenario würde der Gletscher-Schwund mit rund 3.000 im Jahr 2040 einen Höchststand erreichen und bis 2060 auf diesem Niveau bis 2060 bleiben. Am Ende des Jahrhunderts wird es 80 Prozent der heutigen Gletscher nicht mehr geben. In den Alpen gehen bei einer Erwärmung um 2,7 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts 97 Prozent der Gletscher........

© der Freitag