40 Jahre Tschernobyl: Kaum Gedenken geplant - Kritik an Bundesregierung wächst
In wenigen Tagen jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Vor diesem Hintergrund hat der Vorsitzende der Linke-Fraktion im Bundestag, Sören Pellmann, die Bundesregierung nach geplanten Gedenkveranstaltungen gefragt.
Bundesregierung plant nur eine zentrale Gedenkveranstaltung
Pellmann wollte wissen, ob es in Deutschland, der Ukraine und Belarus zum Jahrestag des Reaktorunfalls vom 26. April 1986 Gedenkveranstaltungen geben wird und in welcher Form die Bundesregierung daran beteiligt ist. Die Antwort des Auswärtigen Amtes, die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt, listet nur wenige konkrete Aktivitäten auf.
Demnach plant die Bundesregierung am 24. April eine eigene Veranstaltung in Berlin. Diese wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit organisiert und steht unter dem Titel „40 Jahre Tschernobyl – eine Katastrophe mit Folgen bis heute“. Anwesend sein soll lediglich „die Leitungsebene des Ministeriums“. Darüber hinaus hat die ukrainische Regierung eine offizielle Gedenkveranstaltung angekündigt, zu der bislang jedoch keine weiteren Details bekannt sind, wie es in der Antwort heißt. Weitere Erkenntnisse zu Veranstaltungen liegen der Bundesregierung laut eigener Aussage nicht vor.
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