„Trump nimmt Venezuela, und wir die Ukraine“: So blickt Russland auf den Angriff auf Venezuela
Nach der nächtlichen Militäroperation gegen Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro reagiert das offizielle Moskau bekannt kühl. Das russische Außenministerium verurteilte den amerikanischen Einsatz als „Akt bewaffneter Aggression“ und sprach von „tiefer Besorgnis“. Wichtig sei nun, so die diplomatische Formel im Außenministerium, eine weitere Eskalation zu verhindern und einen Ausweg „durch Dialog“ zu finden.
Lateinamerika müsse eine „Zone des Friedens“ bleiben, Venezuela das Recht haben, sein Schicksal selbst zu bestimmen. „Wir bekräftigen unsere Solidarität mit dem venezolanischen Volk und unsere Unterstützung für den Kurs seiner bolivarischen Führung, der darauf abzielt, die nationalen Interessen und die Souveränität des Landes zu schützen“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass das russische Außenamt. Moskau unterstütze die Erklärung der venezolanischen Behörden und der Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen Länder, die eine sofortige Sitzung des UN-Sicherheitsrates fordern. Russland, heißt es weiter in Moskau, sei bereit, Vermittlungsbemühungen zwischen Caracas und Washington zu unterstützen.
Ganz anders fällt der Ton jenseits der offiziellen Verlautbarungen aus. In der russischen Kriegsblogger-Community wird die „Trump-Operation“ nicht primär moralisch bewertet, sondern vor allem operativ analysiert und mit Blick auf den eigenen Krieg gegen die Ukraine seziert. Der einflussreiche kremlnahe Telegram-Kanal „© Berliner Zeitung
