Millionen Ostdeutsche armutsgefährdet: Ein Bundesland stürzt besonders dramatisch ab
Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bei der Bundesregierung angefragt hat und die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegen, zeichnen ein alarmierendes Bild der sozialen Lage in Ostdeutschland. Demnach ist die Armutsgefährdung in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin auf den höchsten Stand der letzten fünf Jahre gestiegen.
Laut den ausgewerteten Mikrozensus-Daten lag die Quote im Jahr 2025 bei 17,3 Prozent – der höchste Wert seit 2021. Insgesamt sind demnach knapp 2,76 Millionen Menschen in Ostdeutschland von Armut bedroht.
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Was bedeutet Armutsgefährdung?
Das Statistische Bundesamt definiert Armut als relative Einkommensarmut: Als armutsgefährdet gilt, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. Für 2024 lag die monatliche Armutsgrenze für eine alleinlebende Person bei etwa 1.380 Euro netto, für ein Paar mit zwei Kindern bei rund 2.890 Euro.
Sachsen-Anhalt mit der höchsten Quote im Osten
Besonders dramatisch ist die Lage in Sachsen-Anhalt. Mit 21,5 Prozent ist das Bundesland nicht nur Spitzenreiter im Osten, sondern liegt auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent. Mehr als jeder fünfte Sachsen-Anhalter ist armutsgefährdet. Thüringen folgt mit 16,8 Prozent, Sachsen mit 16,6 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern (15,9) und Brandenburg (14,5) liegen darunter.
Ost-West-Vergleich: Ein differenziertes Bild
Auch im Westen stieg die Armutsgefährdung: von 15,1 auf 15,8 Prozent – bleibt aber unter dem Ost-Wert. Die höchste Quote aller........
