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Er nervte DDR-Betonköpfe und Spießer mit seiner Kunst: Zum Tod von Manfred Butzmann

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Manfred Butzmann, Künstler, Heimatkundler, Störenfried und Aktionist für die Freiheit der Kunst, ist, so informiert uns seine Familie, am 4. Januar in Bornim, Potsdam-Nord, gestorben. Er wurde 83 Jahre alt und war sehr krank. Schon etliche Zeit hatte man von dem sonst so Nimmermüden nichts mehr gehört. Noch 2020 hat er den Brandenburgischen Kunst-Ehrenpreis des Ministerpräsidenten für sein Lebenswerk bekommen.

Butzmann war 2007 aus der Pankower Parkstraße samt Atelier zurückgezogen in seine Geburtsstadt Potsdam. Da betrieb er weiter seine Heimatkunde. Wer in der DDR zur Schule ging, hatte Heimatkunde, ein seltsames Fach zwischen Stadt, Land, Fluss und Ideologie. Der Demagogie begegnete der Rastlose mit grafischer Kunst, geschult an Vorbildern wie Käthe Kollwitz, Otto Nagel, seinen Lehrern Magnus Zeller und dem Ost-Berliner Zeichner-Unikum Arno Mohr von der Kunsthochschule Weißensee.

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© Berliner Zeitung