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Warum Emojis ein Quell des Missverstehens sind

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14.06.2019

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Neulich wollte ich die Kinder für Sonntag zum Essen einladen. Weil wir eine demokratische Familie mit Ernährungsfimmeln sind, lasse ich abstimmen, natürlich digital, denn die Jungs telefonieren ungern und halten Texte mit mehr als drei Wörtern für eine Zumutung. In einem Anfall heiterer Kreativität postete ich in der WhatsApp-Gruppe „Familie“ eine Tomate, eine Aubergine, einen Salatkopf, eine Brezel, einen Schweinerüssel und drei Humpen Bier, dazu die Worte: „So, wann, wo?“.

Die Botschaft ist ja wohl ebenso lustig wie klar: ironisch mit Gemüse antäuschen, Schnitzel und Bier als Lockstoff, am Sonntag, welches Restaurant, welche Uhrzeit? Die Antworten waren leider nicht so eindeutig. Der große Sohn antwortete „W?T?F?“, was meines Wissens Missfallen bekundet, zu übersetzen mit „Was zum Teufel soll der Unsinn?“. Der Kleine schrieb nur „picnic“, was mich ratlos machte. Und die Gattin postete „LdL“ plus........

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