Am 8. September ist Queen Elizabeth II. nachmittags auf Schloss Balmoral für immer eingeschlafen. Am Sterbebett wachten ihre beiden ältesten Kinder, Charles und Anne. Alle anderen Familienmitglieder trafen zu spät in Schottland ein. Seit ihrem Tod wird ein striktes Protokoll eingehalten. Datum und Ort der Bestattung samt Trauerfeier sowie die eigentliche Beerdigung sind bis ins Detail durchgeplant. Elf Tage nach dem Tod der Monarchin ist die Bestattung von Königin Elizabeth II. am 19. September geplant. Alle weiteren Entwicklungen zum Tod der Queen gibt es hier im AZ-Newsblog.

In London stehen derzeit tausende Menschen Schlange, um sich ein letztes Mal von Queen Elizabeth II. (1926-2022) zu verabschieden. Manche warten stundenlang, bis sie zum Sarg in der Westminster Hall gelangen. Um ihnen die lange Wartezeit zu versüßen, haben König Charles III. (73) und sein Sohn Prinz William (40) der wartenden Menschenschar auf der über die Themse führende Lambeth Brücke einen Überraschungsbesuch abgestattet.

Zusammen begrüßten sie die wartende Menge, schüttelten Hände und bedankten sich bei den Menschen, die teilweise bereits seit der Nacht anstehen. Dabei wurden die beiden von Jubel und "God Save the King"-Rufen begrüßt. "Es bedeutet mir unglaublich viel, dass ihr hier seid", sagte Prinz William laut "Daily Mail" zur Menge. Außerdem sagte er, wie in einem Video zu sehen ist, seine Großmutter würde "niemals glauben", wie viele Menschen anstehen, um ihren Sarg zu besuchen. "Ehrlich, das würde sie nicht glauben."

Am späteren Abend können die Trauernden nochmal einen Blick auf Prinz William erhaschen: Gemeinsam mit Bruder Prinz Harry (38) und weiteren Enkelkindern der verstorbenen Queen hält der Prinz of Wales am Samstagabend eine 15-minütige Totenwache am Sarg in der Westminster Hall - wie am Freitagabend bereits der neue König und seine drei Geschwister.

Angesichts der Massen an Trauernden haben britische Behörden vorerst davon abgeraten, sich für den Abschied von Queen Elizabeth II. anzustellen. "Die Warteschlange hat ihre Kapazität fast erreicht mit Wartezeiten von mindestens 24 Stunden", hieß es am Morgen im Live-Tracker der Regierung. "Bitte reisen Sie nicht an, um sich in die Schlange einzureihen." Die Strecke führt über mehrere Kilometer vom britischen Parlament, wo der geschlossene Sarg der Queen aufgebahrt ist, entlang der Themse bis zum Southwark Park.

Bereits am Vortag hatten die Sicherheitskräfte den Zugang zur «Queue», die bereits als gesellschaftliches Großereignis gilt, für sieben Stunden ausgesetzt. Daraufhin bildete sich eine inoffizielle Warteschlange für die Warteschlange. Tausende Menschen warteten auch in der Nacht zum Samstag bei niedrigen Temperaturen unter zehn Grad geduldig darauf, der Königin an ihrem aufgebahrten Sarg in der Westminster Hall des britischen Parlaments ihre Ehre zu erweisen.

Queen Elizabeth II. hat nach den Worten eines Beraters bis kurz vor dem Tod über ihre Pferde gesprochen. Er habe die Königin an ihrem letzten Wochenende in Schottland getroffen, sagte John Warren, der die Queen bei der Pferdezucht und für Rennen beraten hatte, der britischen Nachrichtenagentur PA. "Wir saßen über das Wochenende stundenlang zusammen, um Strategien zu entwickeln und Pläne für die Zukunft zu schmieden."

Dann hätten beide noch einmal am Dienstagabend (6. September) telefoniert. "Sie war geistig völlig gesund und in großartiger Form", sagte Warren. Es sei unvorstellbar, dass die Queen keine 48 Stunden danach gestorben sei. Die Königin war ein großer Pferde-Fan, sie ritt gerne und oft. Als Züchterin feierte sie mehrere Erfolge, die sie emotional feierte. Insgesamt soll die Königin etwa 180 Pferde und Ponys besessen haben, die auf verschiedene Residenzen und Ställe im Königreich verteilt sind.

Nach dem Sieg ihres Pferdes "Estimate" beim berühmten Rennen von Ascot 2013 habe die Queen Tränen in den Augen gehabt, erzählte Warren. Die Monarchin sei "geradezu galoppiert", als sie von der Royal Box zum Sattelplatz gegangen sei und "Estimate" einen "wunderbaren und hoch verdienten Klaps" gegeben habe. "Es war sehr berührend zu sehen, wie die Queen sich allein auf dieses Geschöpf konzentrierte, das für sie etwas geleistet hatte. Das war bemerkenswert", sagte Warren. Er war mehr als 13 Jahre Berater der Königin. "Ich hatte das Glück, ihr durch unsere gemeinsame Faszination so nahe zu sein."

Die Menschen in Großbritannien haben an diesem Wochenende noch einmal Gelegenheit, sich mit einem Besuch am Sarg von Queen Elizabeth II. von ihrer Monarchin zu verabschieden. Am Freitagabend ist es am Sarg zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Mann wurde festgenommen, der laut Zeugenaussagen in Richtung des Sargs rannte.

Eine Zeugin sagte dem Sender "Sky News", jemand habe ihre siebenjährige Nichte aus dem Weg geschubst, sei zum Sarg gelaufen und habe versucht, die über dem Sarg liegende royale Standarte hochzuheben.

Die Polizei habe ihn "innerhalb von zwei Sekunden" ergriffen. Die Live-Übertragung im Fernsehen wurde zum betreffenden Zeitpunkt ausgesetzt und stattdessen eine Ansicht von außerhalb des Parlaments gezeigt.

Die Metropolitan Police teilte laut britischer Nachrichtenagentur PA mit, der Mann sei wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz über die öffentliche Ordnung verhaftet worden. Der Sarg der Queen ist noch bis Montagmorgen in der Westminster Hall des britischen Parlaments in London aufgebahrt, bevor dann das Staatsbegräbnis für die Königin, die 70 Jahre lang auf dem Thron saß, ansteht.

Die vier Kinder der Queen haben am Freitagabend für eine Viertelstunde Wacht am Sarg ihrer Mutter gehalten. König Charles III. (73), Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) positionierten sich - allesamt in Uniform - um den Sarg herum, legten die Hände ineinander und senkten den Blick. Viele weitere Mitglieder der Royal Family wohnten der Totenwache zudem von einem Podest am Rande der Westminster Hall im Parlament bei, wo der Sarg seit Mittwochabend aufgebahrt ist.

Die Totenwache ist Berichten zufolge die einzige Gelegenheit bei den Trauerfeierlichkeiten, bei der Prinz Andrew eine Uniform tragen darf. Die Queen hatte ihrem zweitältesten Sohn Anfang des Jahres wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein alle militärischen Dienstgrade aberkannt.

Um sich ein letztes Mal von Queen Elizabeth II. (1926-2022) zu verabschieden, nehmen viele Menschen stundenlange Wartezeiten vor der Westminster Hall in Kauf, wo der Sarg der Monarchin aufgebahrt ist. In der kilometerlangen Schlange fand sich am Freitag (16. September) auch ein weltberühmter Ex-Fußballer ein: David Beckham (47). Ganze zwölf Stunden, also einen halben Tag lang, habe der einstige Nationalspieler der Three Lions darauf gewartet, seiner Königin die letzte Ehre zu erweisen, wie "Sky News" berichtet.

Demnach habe er sich bereits um 02:00 Uhr nachts in die Schlange gestellt, etwa um 14:00 Uhr sei er am Sarg von Elizabeth II. angekommen. Er komme aus einem Haushalt, der stark von den Royals geprägt worden sei, sagte Beckham vor versammelten Journalisten. "Wenn meine Großeltern noch leben würden, dann wären sie heute hier." Daher stand es für ihn außer Frage, die lange Wartezeit in Kauf zu nehmen und "mit allen hier das Vermächtnis zu feiern, das [die Queen] uns hinterlassen hat". Mehr dazu lesen Sie hier.

Prinz William und Prinzessin Kate haben Soldatinnen und Soldaten besucht, die an den Trauerprozessionen für die Queen am Montag teilnehmen werden. Das Paar traf dazu am Freitagnachmittag in einem militärischen Ausbildungszentrum in der englischen Grafschaft Surrey ein.

Nachdem der Bund zum Begräbnis der gestorbenen Queen Elizabeth II. Trauerbeflaggung angeordnet hat, hat nun auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nachgezogen. Am 19. September, dem Tag der Trauerfeier für die Queen, sollen die Fahnen an allen bayerischen Staatsgebäuden auf halbmast wehen oder mit einem Trauerflor bestückt werden. "Die Gemeinden, Landkreise und Bezirke sowie die übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts wurden gebeten, in gleicher Weise zu verfahren", heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Freitag.

Am Sonntagabend wird es ein großes Abendessen mit allen wichtigen Royals im Buckingham-Palast geben. Gastgeber König Charles hat aber seinen jüngsten Sohn Harry samt Gattin Meghan nicht eingeladen, weil sie mit dem Megxit ihre königlichen Pflichten abgelegt haben. Beim Dinner, so ein Palastsprecher, seien nur "arbeitende Royals" erwünscht. Thronfolger William und Prinzessin Kate stehen auf der Gästeliste.

Queen-Sohn Prinz Andrew und der in den USA lebende Königinnen-Enkel Harry könnten einem Medienbericht zufolge bei Totenwachen am Sarg der gestorbenen Monarchin doch Militäruniformen tragen. Harry (37) hatte – anders als sein Bruder William – bei den bisherigen offiziellen Terminen immer Anzug getragen. Nun sei ihm erlaubt worden, bei einer am Samstag geplanten Totenwache seine Uniform anzulegen, berichtete die Zeitung "Daily Mirror" unter Berufung auf Quellen des Königspalasts. "Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt", zitierte das Blatt einen angeblichen Insider.

Eine offizielle Bestätigung aus dem Königshaus gab es dafür zunächst nicht. Trotz seines Dienstes in Afghanistan musste Harry seine militärischen Titel mit dem Abschied aus dem Königshaus niederlegen.

Auch sein Onkel Andrew (62) hatte - anders als seine Geschwister - seine bisherigen offiziellen Auftritte im Anzug absolviert. Den Angaben zufolge wurde ihm "als besonderes Zeichen des Respekts" ebenfalls erlaubt, bei einer am Freitagabend geplanten Totenwache am Sarg seiner Mutter Uniform zu tragen. Nach seinen Verstrickungen in einen Missbrauchsskandal um den US-Milliardär und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein darf er keine offiziellen Aufgaben mehr als Royal wahrnehmen.

Der neue britische König Charles III. (73) und seine Geschwister Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) werden eine weitere Totenwache am Sarg ihrer Mutter halten. Wie der Palast am Donnerstag mitteilte, wollen die Royals am Freitag um 20.30 Uhr (MESZ) für 15 Minuten am Sarg von Queen Elizabeth II. Wacht halten.

Russland hat die fehlende Einladung zur Beisetzung von Königin Elizabeth II. als "zutiefst unsittlich" kritisiert. Es handele sich um einen Versuch Großbritanniens, "die nationale Tragödie, die die Herzen von Millionen Menschen in der ganzen Welt berührt, für geopolitische Zwecke auszunutzen, um eine Rechnung mit unserem Land zu begleichen", teilte das Außenministerium in Moskau am Donnerstag mit. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa beklagte, dass die britische Regierung die russische Botschaft in London informiert habe, dass es keine Einladung zu den Trauerfeierlichkeiten gebe.

Großbritannien hatte Russland und Belarus nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur PA wegen Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht eingeladen. Sacharowa sprach von einem Vorwand. Sie betonte, dass Königin Elizabeth II. sich selbst nicht in die Politik eingemischt habe. Dagegen nutze die "britische Elite" nun die Lage für politische Zwecke. "Von unserer Seite drücken wir dem britischen Volk unsere tiefste Anteilnahme im Zusammenhang mit seinem erlittenen großen Verlust aus", sagte Sacharowa.

Mehrere Trauerzüge mit dem Sarg der toten Monarchin sind am Montag beim Staatsbegräbnis vorgesehen. Der Sarg wird zunächst von 98 Marinesoldaten auf einer Lafette vom Parlament zur Westminster Abbey gebracht.

Nach dem Trauergottesdienst, zu dem zahlreiche Staatschefs und gekrönte Häupter aus der ganzen Welt erwartet werden, führt eine weitere Prozession durch Teile der Hauptstadt bis zum Wellington Arch. Von dort wird der Sarg nach Windsor gebracht, wo eine weitere Prozession bis zur endgültigen Ruhestätte der Queen auf dem Gelände von Schloss Windsor stattfinden soll.

Hinter dem Sarg gehen bei allen drei Prozessionen jeweils zu Fuß die vier Kinder der toten Königin: Der neue König Charles III. (73), Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58). Auf sie folgen Thronfolger Prinz William (40), sein Bruder Prinz Harry (38) und der Sohn von Prinzessin Anne, Peter Phillips (44). Per Auto fahren Königsgemahlin Camilla (75), Kate (40), die nun den Titel Prinzessin von Wales trägt, Herzogin Meghan (41) und Gräfin Sophie (57), die Frau Prinz Edwards.

Lassen Prinz William und Prinz Harry die Streitigkeiten ruhen? Die Brüder sollen am Dienstag mit den Ehefrauen an einem gemeinsamen Dinner mit der Royal Family teilgenommen haben, nachdem der Leichnam der Queen in London in Empfang genommen wurde. Das berichtet die "Daily Mail".

Am Mittwoch wurden die sterblichen Überreste der Queen vom Buckingham Palast zur Westminster Hall gebracht. Bei der Prozession und im Parlament würdigten sich Prinzessin Kate und Herzogin Meghan keines Blickes – wie schon beim gemeinsamen Trauerrundgang am Samstag.

Der Sarg wurde von Marinesoldaten auf einer Lafette durch die Londoner Straßen gezogen werden. So war es auch 1952 beim Tod von Elizabeths Vater König Georg VI. (✝56). Seit Mittwoch wird die verstorbene Königin in der Westminster Hall (Palast von Westminster) aufgebahrt. Die Öffentlichkeit kann sich seitdem von der Queen für immer verabschieden. Man rechnet mit einer halben Million Menschen, die kommen werden.

Der Palast gab bekannt, dass Trauerfeier und Beisetzung der Queen am 19. September geplant ist. Das ist ein Montag. Stirbt der britische Regent, wird der Tag der Bestattung zum nationalen Trauer- und Feiertag erklärt. Das Volk kann dann um seine Queen weinen, die über 70 Jahre lang auf dem Thron saß – Rekordzeit! Um zwölf Uhr soll es am 19. September in ganz Großbritannien zwei Schweigeminuten geben.

Die Krönung von Prinzessin Elizabeth zur Königin fand am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey (da saß sie schon knapp 16 Monate auf dem Thron). In der Kirche in London wird auch die Trauerfeier für die Queen stattfinden.

Nach dem Staatsbegräbnis wird der Sarg in einer Prozession von Westminster Abbey zum Wellington Arch gebracht. Von Wellington Arch aus wird der Sarg nach Windsor gebracht, wo der Leichenwagen in einer Prozession über den Long Walk zur St.-George's-Kapelle auf Schloss Windsor fährt. Die Queen wird dort neben ihrem Vater beigesetzt. Ihr 2021 verstorbener Ehemann Prinz Philip, der in der "Royal Vault", einer Grabkammer unter der Kapelle, begraben ist, wird daraufhin umgebettet und neben ihr bestattet. Im Familiengrab liegen auch Queen Mum und Prinzessin Margaret.

Neben der kompletten königlichen Familie werden rund 500 Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie Mitglieder der europäischen Königshäuser erwartet. Unter anderen haben sich US-Präsident Joe Biden mit Ehefrau Jill Biden, König Willem-Alexander der Niederlande mit Ehefrau Maxima sowie Prinzessin Beatrix angekündigt. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender teilnehmen.

Nach über zweieinhalb Jahren zeigen sich auch König Felipe von Spanien und sein Vater Juan Carlos wieder gemeinsam. Die beiden kommen jeweils mit ihren Frauen (Letizia und Sofia) nach London.

Königin Elizabeth war Staatsoberhaupt von insgesamt 15 Ländern, die dem Commonwealth-Staatenbündnis angehören. Es ist noch überhaupt nicht abzuschätzen, wie viele Gäste wirklich erscheinen werden. Die Westminster Abbey und das gesamte Londoner Stadtgebiet werden zur Hochsicherheitszone. Die ganze Welt wird auf London blicken. Dies wird das größte internationale Ereignis der vergangenen Jahrzehnte sein.

Umgangssprachlich werden die Begriffe Beerdigung, Beisetzung und Bestattung oft als Synonyme verwendet. Doch sie haben unterschiedliche Bedeutungen:

QOSHE - Abschied von der Queen: Charles und William überraschen Wartende - Steffen Trunk
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Abschied von der Queen: Charles und William überraschen Wartende

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17.09.2022

Am 8. September ist Queen Elizabeth II. nachmittags auf Schloss Balmoral für immer eingeschlafen. Am Sterbebett wachten ihre beiden ältesten Kinder, Charles und Anne. Alle anderen Familienmitglieder trafen zu spät in Schottland ein. Seit ihrem Tod wird ein striktes Protokoll eingehalten. Datum und Ort der Bestattung samt Trauerfeier sowie die eigentliche Beerdigung sind bis ins Detail durchgeplant. Elf Tage nach dem Tod der Monarchin ist die Bestattung von Königin Elizabeth II. am 19. September geplant. Alle weiteren Entwicklungen zum Tod der Queen gibt es hier im AZ-Newsblog.

In London stehen derzeit tausende Menschen Schlange, um sich ein letztes Mal von Queen Elizabeth II. (1926-2022) zu verabschieden. Manche warten stundenlang, bis sie zum Sarg in der Westminster Hall gelangen. Um ihnen die lange Wartezeit zu versüßen, haben König Charles III. (73) und sein Sohn Prinz William (40) der wartenden Menschenschar auf der über die Themse führende Lambeth Brücke einen Überraschungsbesuch abgestattet.

Zusammen begrüßten sie die wartende Menge, schüttelten Hände und bedankten sich bei den Menschen, die teilweise bereits seit der Nacht anstehen. Dabei wurden die beiden von Jubel und "God Save the King"-Rufen begrüßt. "Es bedeutet mir unglaublich viel, dass ihr hier seid", sagte Prinz William laut "Daily Mail" zur Menge. Außerdem sagte er, wie in einem Video zu sehen ist, seine Großmutter würde "niemals glauben", wie viele Menschen anstehen, um ihren Sarg zu besuchen. "Ehrlich, das würde sie nicht glauben."

Am späteren Abend können die Trauernden nochmal einen Blick auf Prinz William erhaschen: Gemeinsam mit Bruder Prinz Harry (38) und weiteren Enkelkindern der verstorbenen Queen hält der Prinz of Wales am Samstagabend eine 15-minütige Totenwache am Sarg in der Westminster Hall - wie am Freitagabend bereits der neue König und seine drei Geschwister.

Angesichts der Massen an Trauernden haben britische Behörden vorerst davon abgeraten, sich für den Abschied von Queen Elizabeth II. anzustellen. "Die Warteschlange hat ihre Kapazität fast erreicht mit Wartezeiten von mindestens 24 Stunden", hieß es am Morgen im Live-Tracker der Regierung. "Bitte reisen Sie nicht an, um sich in die Schlange einzureihen." Die Strecke führt über mehrere Kilometer vom britischen Parlament, wo der geschlossene Sarg der Queen aufgebahrt ist, entlang der Themse bis zum Southwark Park.

Bereits am Vortag hatten die Sicherheitskräfte den Zugang zur «Queue», die bereits als gesellschaftliches Großereignis gilt, für sieben Stunden ausgesetzt. Daraufhin bildete sich eine inoffizielle Warteschlange für die Warteschlange. Tausende Menschen warteten auch in der Nacht zum Samstag bei niedrigen Temperaturen unter zehn Grad geduldig darauf, der Königin an ihrem aufgebahrten Sarg in der Westminster Hall des britischen Parlaments ihre Ehre zu erweisen.

Queen Elizabeth II. hat nach den Worten eines Beraters bis kurz vor dem Tod über ihre Pferde gesprochen. Er habe die Königin an ihrem letzten Wochenende in Schottland getroffen, sagte John Warren, der die Queen bei der Pferdezucht und für Rennen beraten hatte, der britischen Nachrichtenagentur PA. "Wir saßen über das Wochenende stundenlang zusammen, um Strategien zu entwickeln und Pläne für die Zukunft zu schmieden."

Dann hätten beide noch einmal am Dienstagabend (6. September) telefoniert. "Sie war geistig völlig gesund und in großartiger Form", sagte Warren. Es sei unvorstellbar, dass die Queen keine 48 Stunden danach gestorben sei. Die Königin war ein großer Pferde-Fan, sie ritt gerne und oft. Als Züchterin feierte sie mehrere Erfolge, die sie emotional feierte. Insgesamt soll die Königin etwa 180 Pferde und Ponys besessen haben, die auf verschiedene Residenzen und Ställe im Königreich verteilt sind.

Nach dem Sieg ihres Pferdes "Estimate" beim berühmten Rennen von Ascot 2013 habe die Queen Tränen in den Augen gehabt,........

© Abendzeitung München


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