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Wie Fußballerinnen unter einem Spanner leiden

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09.03.2026

Ein Funktionär des SCR Altach filmte jahrelang Fußballerinnen, darunter Minderjährige, heimlich in der Umkleidekabine.

Viele Betroffene leiden unter Ängsten und empfinden das Urteil von sieben Monaten auf Bewährung als zu milde.

Der Klub informierte die Spielerinnen spät, riet zum Schweigen und es fehlte an ausreichendem Schutz und Vertrauenspersonen.

35-jähriger Ex-Funktionär filmte jahrelang Fußballerinnen des SCR Altach heimlich.

15 von 30 betroffenen Spielerinnen gelten laut Gesetz als Opfer, 625 € Entschädigung pro Person.

Urteil: 7 Monate auf Bewährung, 1200 € Geldstrafe, keine Haft.

Gesetz gegen unbefugte Aufnahmen gilt erst seit 1. Jänner 2021.

Ein Funktionär des SCR Altach filmte jahrelang Fußballerinnen, darunter Minderjährige, heimlich in der Umkleidekabine.

Viele Betroffene leiden unter Ängsten und empfinden das Urteil von sieben Monaten auf Bewährung als zu milde.

Der Klub informierte die Spielerinnen spät, riet zum Schweigen und es fehlte an ausreichendem Schutz und Vertrauenspersonen.

35-jähriger Ex-Funktionär filmte jahrelang Fußballerinnen des SCR Altach heimlich.

15 von 30 betroffenen Spielerinnen gelten laut Gesetz als Opfer, 625 € Entschädigung pro Person.

Urteil: 7 Monate auf Bewährung, 1200 € Geldstrafe, keine Haft.

Gesetz gegen unbefugte Aufnahmen gilt erst seit 1. Jänner 2021.

Sie konnte nächtelang nicht schlafen, erzählt eine Betroffene der WZ. In öffentlichen Duschen wandere ihr Blick seither in alle Ecken – auf der Suche nach Kameras. Und als sie zuletzt im Fitnessstudio trainierte und ein Mann sein Handy so hielt, dass es in ihre Richtung zeigte, dachte sie: Filmt der mich? „Man wird irgendwie paranoid.“

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Vielen aktuellen und ehemaligen Fußballerinnen des SCR Altach geht es derzeit so. Jahrelang filmte und fotografierte dort ein Funktionär Spielerinnen heimlich beim Umziehen – auch Minderjährige.

Ende Februar saß der 35-jährige Mann, ein Schweizer Staatsbürger, der lange Sportchef der Damenabteilung des Vorarlberger Bundesligaklubs war, im Landesgericht Feldkirch auf der Anklagebank. Dem Ex-Funktionär wurde der Besitz „bildlich sexualbezogenen Kindesmissbrauchsmaterials“ vorgeworfen, die „bildlich sexualbezogene Darstellung minderjähriger Personen“ – und unerlaubtes Filmen intimer Körperbereiche.

Im Gerichtssaal drängten sich viele junge Frauen und deren Eltern; nicht alle fanden einen Sitzplatz, viele mussten stehen. Alle Augen waren auf einen Mann gerichtet: den teilweise geständigen Ex-Funktionär. Viele Spielerinnen würden nun unter Ängsten leiden, wurde im Saal verlesen, und müssten dazu noch blöde Kommentare aushalten, etwa: „Wo kann ich deine Nacktbilder sehen?“ Doch am Ende stand ein Urteil, das vielen Betroffenen – auch aufgrund des vorgesehenen Strafrahmens von bis zu drei Jahren Freiheitsentzug – zu milde erschien: sieben Monate auf Bewährung, 1200 Euro Geldstrafe und 625 Euro Entschädigung für jedes der 15 Opfer. Ins Gefängnis muss der Mann aber nicht.

Eleni Rittmann, eine 25-jährige, eloquente Frau, die von 2023 bis 2024 für den SCR Altach spielte, sagt zur WZ: „Ich finde die Strafe nicht abschreckend“. Auch andere Opfer können das Urteil „nur schwer akzeptieren“. Drei Betroffene haben sich der WZ anvertraut. Sie kritisieren neben dem Urteil auch ein Systemversagen und problematische Ermittlungen, die den Schutz der Frauen zu wenig im Fokus gehabt........

© Wiener Zeitung