Wie geht es eigentlich der Industrie?
Kommende Woche wird, so zumindest der Plan, die schwarz-rot-pinke Koalition nach ihrer Regierungsklausur die lang erwartete Industriestrategie der Republik vorstellen. (Eigentlich war sie ja schon für „Herbst“ und „Ende 2025“ angekündigt, aber wir wollen hier nicht kleinlich sein.) Dem Vernehmen nach wird die Strategie eine Mischung aus beschleunigten Genehmigungen, „Europe first“-Vergaberegeln und Bildungsinitiativen in einigen strategisch und wirtschaftlich zentralen Schlüsselbranchen sein – aber nichts, was allzu viel Geld kostet, das die Republik derzeit bekanntlich nicht hat.
Wir wollen dem, was da kommt, aber nicht vorgreifen – sondern stattdessen einen Blick auf die Ist-Situation der Industrie in Österreich werfen, damit wir dann nicht von den Buzzwords überrollt werden, wenn die Strategie tatsächlich präsentiert wird. Das ist gar nicht so einfach, weil es selbst in der Statistik mehrere unterschiedliche Definitionen dafür gibt, was man so unter „Industrie“ verstehen kann – etwa, ob man das Bauwesen dazuzählt, die Energieversorgung und so weiter. Ich will dich damit jetzt nicht nerven, die Industriellenvereinigung hat hier eine elegante Aufgliederung der unterschiedlichen Begriffe „Industrie“, „produzierender Bereich“, „servoindustrieller Sektor“, usw.
Rein statistisch werten Eurostat, die OECD und andere für ihren „Industrieindex“ – der zentrale Indikator über den Output der........
