Die Stromsteuer und die Teuerung
Manchmal ergeben sich die Dinge fast wie von selbst: Mit den Beschlüssen des „Günstiger-Strom“-Gesetzespakets vergangenen Donnerstag und der Senkung der Elektrizitätsabgabe am Dienstag hat die schwarz-rot-pinke Koalition die Grundlage dafür gelegt, dass wir uns hier heute noch einmal mit Stromkosten und Teuerung befassen – ein Advents-Triptychon zu einem Thema, quasi.
Das Gesetz, das die Koalition hier im Eiltempo durchs Parlament gepeitscht hat – weniger als eine Woche wird vergangen sein, wenn der Bundesrat heute sein (formales) OK gibt, seit das Gesetz vergangenen Freitag erstmals eingebracht worden ist – ist in seiner Kürze geradezu spartanisch:
Wir sehen: Zentraler Inhalt ist, dass die Berechnung der Elektrizitätsabgabe kommendes Jahr (oder genauer gesagt: „nach 31. Dezember 2025 und vor 1. Jänner 2027“, man muss Legist:innenzeitrechnung einfach lieben) geändert wird. Und zwar auf:
Bisher lag der Steuersatz deutlich höher – bei 1,5 Cent pro Kilowattstunde. Wobei „bisher“ hier „a lot of heavy lifting“ macht, wie der/die Engländer:in sagt; seit Mitte 2022 (Russlands Invasion der Ukraine, Energiekrise, du erinnerst dich) bis Ende 2024 war der Satz nämlich schon auf die 0,1 Cent reduziert, erst mit Beginn des laufenden Jahres ist die Abgabe wieder auf die 1,5 Cent zurückgeschnalzt.
Und weil das Auslaufen solcher temporären Unterstützungsmaßnahmen – wie wir an dieser........© Wiener Zeitung
