Doppelbudget: Expert:innen fordern Strukturreform
Die Konsolidierung im Doppelbudget ist aus Sicht von Experten von WIFO und IHS „auf Kante genäht“, was eine notwendige Nachbesserung im kommenden Jahr wahrscheinlich macht. Auf die notwendige kurzfristige Konsolidierungsmaßnahmen müssten außerdem die längst überfälligen strukturellen Reformen folgen, um den Haushalt längerfristig wieder auf solide Grundlage zu stellen, fordern sowohl WIFO-Ökonomin Margit Schratzenstaller als auch der IHS-Chef Holger Bonin gegenüber der APA.
Positiv beurteilen beide Experten, dass die Regierung überhaupt ein Doppelbudget zusammengebracht hat und damit Planungssicherheit für die kommenden beiden Jahr schafft. Allerdings wird das zur Erreichung des angestrebten Budgetziels von 3 Prozent bis 2028 nicht reichen, meint der IHS-Chef. Laut den Berechnungen seines Instituts werde das Budgetdefizit 2028 schon unter den jetzigen Bedingungen bei 3,2 oder 3,3 Prozent des BIP liegen und damit über der erlaubten Drei-Prozent-Grenze. Dazu kommen noch die Unsicherheit was geopolitische........
