Konstanzer Krankenpfleger hat das Rezept gegen Einsamkeit: Boule spielen, Kino, wandern, helfen
Jeden Donnerstag spielt eine kleine Gruppe vor dem Treffpunkt Chérisy der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Konstanz gemeinsam Boule. Dabei handelt es sich nicht um langjährige Freunde oder Nachbarn, sondern um Menschen, die Franz Volk mit seiner Initiative „Gemeinsam statt einsam“ zusammengebracht hat. Sie alle verbindet der Wunsch nach mehr sozialen Kontakten.
Das Boulespielen ist eine von zwölf fast ausschließlich kostenlosen Freizeitangeboten. Diese reichen von sportlichen Aktivitäten über das Seniorenkino bis hin zu Tagesausflügen. Eine Begleitungssuche, etwa für einen gemeinsamen Konzertbesuch, sowie eine Gruppe für gegenseitige Alltagshilfen ergänzen das Angebot. Dabei achtet Volk darauf, dass nichts körperlich zu anspruchsvoll ist, denn: Jeder soll mitmachen können.
Schon etwa 90 Menschen haben sich den Gruppen angeschlossen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, ist die Initiative in Whatsapp-Gruppen organisiert. Die Zeit für das alles hat der hauptberufliche Krankenpfleger dadurch, dass er nur noch Nachtschichten bei einem 60-Prozent-Pensum macht, was ihm mehrere freie Tage pro Woche verschafft.
Gespräch mit einem Patienten war der Auslöser
Während seiner 30-jährigen Tätigkeit im Zentrum für Psychiatrie Reichenau hatte Volk........
