Was Kanzler Merz in Indien vorhat
China? Nein. Japan? Auch nicht. Als Ziel seiner ersten größeren Asienreise hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anders als seine Vorgänger Indien ausgesucht. Am frühen Nachmittag ist er von München aus zu einem zweitägigen Besuch in dem mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichsten Land der Welt aufgebrochen.
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi bedankt sich für die ungewöhnliche Vorzugsbehandlung mit einer besonderen und sehr seltenen Geste der Wertschätzung: Er empfängt Merz am Montag in Ahmedabad in seiner Heimatregion Gujarat, zeigt ihm dort eine ehemalige Wirkungsstätte des Nationalhelden Mahatma Gandhi und das traditionelle Drachen-Festival am Sabarmati-Fluss. Die üblichen politischen Gespräche dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Am Dienstag geht es weiter nach Bengaluru, früher Bangalore, das Zentrum der indischen Hightech-Industrie. Dort steht die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder im Mittelpunkt. Merz wird erstmals von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, der mehr als 23 Manager von großen und mittelständischen deutschen Unternehmen angehören, darunter Siemens, Airbus Defence and Space und Thyssenkrupp Marine Systems.
Die indische Hauptstadt Neu-Delhi lässt Merz links liegen - ungewöhnlich für einen Antrittsbesuch.
Der Kanzler hat in den ersten acht Monaten seiner Amtszeit vor allem die Bündnispartner in Europa und Nordamerika besucht. Jetzt........
