„Nicht Sinn der Sache“: Weil der Kassenbon digital werden soll, befürchten die Bäcker Zusatzkosten
Nach erfolgter Bezahlung folgt bei jedem Bäcker-Besuch die Frage an den Kunden: „Kassenzettel?“ Die Antwort darauf ist in gewisser Weise egal – denn drucken muss der Bäcker den Bon ohnehin, der Kunde entscheidet nur, ob er ihn überhaupt nimmt. Die Diskussionen um den dadurch entstehenden Papiermüll sind so alt wie die Bonpflicht selbst, deswegen war die Erleichterung im Bäckerhandwerk groß als die Bundesregierung im Koalitionsvertrag die Abschaffung der Bonpflicht ankündigte. Ende September kam dann die Ernüchterung: Das für 2028 geplante Kassengesetz der Regierung sieht lediglich einen Wechsel vom Papierbon zum digitalen Pflichtbeleg vor.
Kunden können dann per QR-Code, Mail oder Download ihren digitalen Bon bekommen, den Papierbon gibt es nur noch ausdrücklich auf Kundenwunsch. Immerhin etwas, könnte man meinen, schließlich muss dann nicht mehr jeder Bon gedruckt werden, wie auch die Bundesregierung argumentiert. Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, stellt jedoch in einer Pressemitteilung klar: „Das ist keine Abschaffung, sondern dieselbe Bürokratie unter anderem Namen.“
Kein zusätzlicher Schutz vor Steuerhinterziehung
Dass der Präsident für seine Mitglieder spricht, zeigt sich auch in der Region.........
