Sind PR-Touren die neuen Kinofilme?
Kürzlich erschien ein Video mit Timothée Chalamet, das angeblich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Darin zu sehen: eine Besprechung von ihm mit dem Marketing-Team seines neuen Films «Marty Supreme». Chalamet stellt darin wahnwitzige Ideen zum Marketing des Films vor, etwa: die Freiheitsstatue in Orange, der Signaturfarbe von «Marty Supreme», zu streichen.
Im Lauf des Videos werden Chalamets Ideen immer absurder - und es wird klar, dass das von der Produktionsfirma A24 hochgeladene Video selbst ein cleverer Marketinggag ist.
«Marty Supreme» (deutscher Kinostart: 26. Februar) wird gerade zu einem Paradebeispiel für ein Phänomen, das in der Branche immer häufiger auftritt: Die PR-Phase ist nicht mehr bloße Begleitung eines Films. Sie ist ein wichtiger Teil des Kulturerlebnisses.
Das zeigt ein weiteres Beispiel aus der Promo von «Marty Supreme»: Gerüchte über ein angeblich gelöschtes Interview machten die Runde, in dem Chalamet arrogant davon gesprochen haben soll, in seiner neuen Rolle «top-level shit» und seine beste Performance jemals zu zeigen.
Ist Chalamet völlig größenwahnsinnig geworden, fragten daraufhin manche. Nein, er betreibe nur «method campaigning», antworteten andere - mache also im Stil des «method acting» Werbung im Charakter seiner neuen Filmrolle: eines arroganten, größenwahnsinnigen Möchtegern-Sportprofis.
Das Interessante an diesen zwei Aktionen ist die Mechanik dahinter: Film-PR an sich wird gesprächswertig, und die Grenze zwischen Film, Marketing und Performance verschwimmt. Ein Wandel in der Kinolandschaft, den Branchenkenner bestätigen.
«Die "Story" der Vermarktung ist........





















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