Löschflugzeuge müssen am Boden bleiben: War Frankreich wirklich auf die Großbrände vorbereitet?
Es sind spektakuläre Bilder, die zeigen sollen, dass die französischen Behörden die Großbrände im Südwesten des Landes mit allen erdenklichen Mitteln bekämpfen: Ein A400M, eigentlich ein militärisches Transportflugzeug, fliegt tief über die Kiefernwälder in der Region Gironde, öffnet am Heck seine Abwurfanlage und setzt Brandhemmer in ziegelroter Farbe frei. In riesigen Schwaden verbreiten sich die Löschmittel über der von Rauch verdunkelten Landschaft. Das französische Fernsehen übertrug die Szenen vom ersten Flug am Samstag live. Seit Tagen laufen die Aufnahmen vom verzweifelten Kampf gegen die Flammen in Dauerschleife.
Regierungschef Sébastien Lecornu sprach allen Einsatzkräften seinen Dank aus. „In dieser historischen Situation ist auch die Mobilisierung historisch“, schrieb er auf der Plattform X. „Ein Feuer mit extrem starken Aufwinden von diesem Ausmaß haben wir noch nie erlebt“, betonte Innenminister Laurent Nunez. Präsident Emmanuel Macron berief am Montagmorgen ein interministerielles Krisentreffen ein. Am Wochenende erhielten die 2500 Feuerwehrleute Verstärkung durch 1500 Soldaten und 1700 Polizisten. 1,5 Millionen FFP2-Masken zum Schutz gegen den giftigen Rauch erreichten die Region.
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