Wien sieht Gastpatienten-Klage gelassen
Der Streit um Patienten aus anderen Bundesländern schwelt seit geraumer Zeit - nämlich seit Wien angekündigt hat, künftig getrennte Wartelisten bei den nicht akuten Eingriffen zu führen. In der Debatte geht es vor allem ums Geld: Die Stadt betont, dass man es nicht ablehne, Gastpatienten in Wien zu behandeln. Allerdings beklagt man, dass die finanzielle Abgeltung dafür zu gering ist.
Es sei Fakt, dass trotz einer geringen Abgeltung für die Behandlungen den Wiener Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern Kosten in Höhe von 610 Mio. Euro entstehen, die sie für die Behandlung von Patienten aus anderen Bundesländern aufwenden müssten, heißt es im Ludwig-Büro. Verwiesen wird auch darauf, dass die Kosten immer dynamischer steigen.
2021 waren es noch 405 Mio. Euro, dieser Betrag hat sich laut Rathaus 2024 auf 610 Mio. Euro gesteigert. 2025 werden hier Aufwendungen von rund 700 Mio. Euro erwartet. Die Entwicklung, so warnt man, gehe auf eine Milliarde Euro zu.
"Wir müssen hier etwas tun und ich bin überzeugt, dass die Gesundheitsregionen ein konstruktiver Vorschlag sind, wo wir auf bestehenden Erfahrungen aufbauen können und der realistisch umsetzbar ist", hob Bürgermeister Ludwig in einer Stellungnahme hervor. Das Wichtigste, so beteuerte er, sei das Wohl der Patientinnen und Patienten.
Ausdrücklich betonte er, dass Akutfälle und Notfälle immer behandelt würden, ganz egal, woher die Person komme.........
