menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Politologe sieht gespannt auf Graz-Ausgang

14 0
28.12.2025

Alleine schon das Wording bezüglich der Personen in Grazer Gemeinderatswahlkämpfen sei schon interessant, sagte Heinz Wassermann, Politikforscher und assoziierter Professor an der steirischen FH Joanneum im Bereich Journalismus und Digitale Medien, zur APA. "Der frühere KPÖ-Frontmann Ernest Kaltenegger war der Ernstl, seine Nachfolgerin Kahr die 'Elke'". Der langjährige ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl sei immer "der Nagl" gewesen. Ähnliches gelte für die Grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und den ÖVP-Stadtrat und Spitzenmann Kurt Hohensinner - hier seien die Vornamen außerhalb der eigenen Partei kaum in Gebrauch.

Zu den Positionen und Aussichten der einzelnen Parteien sagte Wassermann, der KPÖ könne man zugutehalten, dass in den Budgets (verantwortet von Stadtrat Manfred Eber, Anm.) trotz der Finanzlage der Stadt nicht brachial gespart wurde. Kahr verfüge trotz leerer Kassen über Ansehen in weiten Bevölkerungsschichten. Doch trotz der Beliebtheit der Führungsfiguren einst und jetzt - die KPÖ sei eine beinharte Kaderpartei.

Interessant sei die Situation bei der ÖVP seit der Wahl gewesen. Bis etwa zwei Jahre nach der GR-Wahl Ende September im Jahr 2021 sei man beleidigt wegen der Abwahl gewesen. Dann sei man........

© Salzburger Nachrichten