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Bundesheer: Vereitelt die Regierung die Verlängerung des Wehrdienstes?

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23.01.2026

Erinnern wir uns an die Lockdowns in der Coronapandemie: Gastronomie, Geschäfte und Schulen blieben geschlossen. Wir durften ein paar Wochen lang nur in bestimmten Fällen außer Haus. Der Regierung wurde vorgeworfen, uns Bürgerinnen und Bürger mit staatlichem Zwang in den eigenen Häusern und Wohnungen festzusetzen.

Übersehen wurde damals, dass derselbe Staat seit 70 Jahren eine bestimmte Bevölkerungsgruppe monatelang in einer fremden Umgebung festhält, zu anstrengenden Tätigkeiten zwingt und Fehlverhalten strafrechtlich sanktioniert: Es handelt sich um wehrpflichtige junge Männer. Als Bundesheer-Rekruten müssen sie in Kasernen leben, marschieren, schießen, Befehlen gehorchen, auf Kommando in der Früh aufstehen, essen und am Abend schlafen gehen. Im Vergleich dazu waren die Coronamaßnahmen läppische Unannehmlichkeiten.

Dass der Staat junge Männer sechs Monate lang (beim Zivildienst neun Monate lang) zwangsverpflichtet, ist aus liberaler Sicht untragbar. Insofern haben die Neos einen Punkt, wenn sie die Wehrpflicht abschaffen wollen. Die SPÖ wollte diese bekanntlich schon 2013 – vergeblich – per Volksbefragung beseitigen. Pink und Rot irren und irrten........

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