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Ebola: Aufholjagd auf ein Virus

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29.05.2026

Es war ein Novum in der Geschichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Am 17. Mai erklärte deren Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus den jüngsten Ebola-Ausbruch im kongolesischen Distrikt Ituri zum internationalen Gesundheitsnotfall – ohne die obligatorische Konsultation des zuständigen Beratungsgremiums. Allein dies zeigt den Ernst der Lage. WHO und die afrikanische Gesundheitsbehörde African CDC versuchen wertvolle Zeit aufzuholen, die in den vergangenen Wochen verloren ging, als sich das Virus weitgehend unbemerkt verbreiten konnte.

Wie es so weit kommen konnte? Ein Problem sind fehlende Tests für die aktuelle Virusvariante, die zwar weniger tödlich verläuft als die häufiger auftretende Zaire-Variante, mittlerweile aber bereits mehr als 200 Todesopfer gefordert hat. Ausschlaggebender ist jedoch, dass Kongo unverhältnismäßig stark von den Kürzungen humanitärer Programme und Entwicklungshilfe betroffen ist, vor allem von der Abwicklung der US-amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID. Mehr als 80 lokale Hilfsorganisationen mussten infolgedessen schließen. Basisgesundheitszentren sind verwaist, Gemeindegesundheitsarbeiter*innen wurden entlassen. In einer von Jahren des Krieges und Armut gezeichneten Region und........

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