Jüdische Kinder vergiftet, aber Antisemitismus spielt keine Rolle
Ein Gericht im Pariser Vorort Nanterre hat eine Hausangestellte, die im Jahr 2024 versucht hatte, die jüdische Familie, für die sie arbeitete, zu vergiften, zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Allerdings wurde der erschwerende Umstand des Antisemitismus bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt. Das sorgt unter jüdischen Juristen und in der jüdischen Gemeinschaft für Protest.
Eine 42-jährige Algerierin hatte die damals zwei, fünf und sieben Jahre alten kleinen Kinder der Familie betreut. Ende Januar 2024 alarmierten die Eltern die Polizei, nachdem sie bemerkt hatten, dass Wein und Traubensaft nach Bleichmittel rochen, Nudeln nach Parfüm, und ein Make-up-Entferner der Mutter in den Augen brannte. Außerdem sagte eines der Kinder, es habe gesehen, wie das Kindermädchen etwas in eine Flasche gefüllt habe.
Die Frau wurde festgenommen und wegen »Verabreichung einer schädlichen Substanz, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als acht Tagen führte, begangen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Zugehörigkeit, der Nationalität oder der Religion« angeklagt. Laut........
