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Berichte: Haaretz-Kolumnist hat mehrere hunderttausend Dollar von Katar erhalten

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Fast täglich schreibt »Katargate« neue Schlagzeilen in Israel. Es betrifft inzwischen nicht nur politische Berater und Regierungsnähe, sondern auch den Medienbereich: Ein ehemaliger Kolumnist der linksliberalen Tageszeitung »Haaretz« soll während seiner Tätigkeit für das Blatt Zahlungen erhalten haben, die mit Lobbyarbeit für den Golfstaat Katar in Verbindung stehen.

Im Mittelpunkt steht Alon Pinkas, ein früherer israelischer Diplomat und außenpolitischer Kommentator. Pinkas war unter anderem Generalkonsul Israels in New York und schrieb über Jahre hinweg für israelische und internationale Medien. Zwischen Anfang 2024 und Frühjahr 2025 veröffentlichte er mehrere Kolumnen in Haaretz, in denen er sich mit dem Gaza-Krieg, den Folgen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 und der Rolle internationaler Akteure befasste.

Darin beschrieb er Katar unter anderem als wichtigen Vermittler bei Gesprächen über die Freilassung israelischer Geiseln.

Wie »Times of Israel« und Haaretz selbst berichtet, habe Pinkas in diesem Zeitraum Zahlungen in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar erhalten. Die Gelder sollen über den israelischen Geschäftsmann Gil Birger an ihn geflossen sein und von Jay Footlik stammen. Der ist ein in den USA tätiger Lobbyist, der für katarische Interessen arbeitet. Die Redaktion von Haaretz sei nach eigenen Angaben erst im Nachhinein auf diese finanziellen Verbindungen aufmerksam geworden.

In Gesprächen mit Chefredakteur Aluf Benn habe Pinkas zunächst eine direkte finanzielle Beziehung zu Footlik........

© Juedische Allgemeine