Am achten Tag
Es ist ein altes Klischee, dass Jesus ein netter jüdischer Junge war. Und wie allen netten jüdischen Jungen wurde ihm gut eine Woche nach der Geburt ein kleines Stück Haut entfernt – damit der Rest noch jüdischer werden konnte. (Ich rate Eltern immer, dass sie, wenn sie ihre Söhne in zwei Teile schneiden – in ein großes und ein kleines – darauf achten sollen, das Richtige zu behalten. Andererseits könnte, wer weiß, ein Politiker daraus werden.)
Im sogenannten Neuen Testament heißt es bei Lukas 2,21: »Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.« Acht Tage nach Weihnachten, also am 1. Januar. Daher leitet sich in der katholischen Liturgie übrigens der Begriff Oktavtag........
