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Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

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28.04.2026

28. April 2026 – 11. Ijar 5786

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Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Eine Klarstellung von Stefan Laurin

Während die Bundesregierung am Assoziierungsabkommen der Europäischen Union mit Israel festhalten will, drängen Sozialdemokraten wie der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Adis Ahmetović darauf, dass sich Deutschland der Forderung von EU-Staaten wie Spanien anschließt, die fordern, es auszusetzen. In ihrer Not orientiert sich die SPD an falschen Vorbildern.

5,5 Prozent bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, in aktuellen Umfragen bundesweit zwischen 12 und 14 Prozent und bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen im Osten droht die SPD in Sachsen-Anhalt sogar, aus dem Landtag herauszufliegen.

Die Arbeiter und kleinen Angestellten haben die Sozialdemokraten ebenso verloren wie die Jungwähler. Bei den über 60-Jährigen schnitt die Partei, trotz großer Verluste in der Altersgruppe, bei der Bundestagswahl 2025 immerhin noch überdurchschnittlich gut ab: 16 Prozent wählten damals die SPD, bei den über 60-Jährigen waren es immerhin noch mehr als 20 Prozent.

Kein Wunder, dass die Genossen angesichts des fortschreitenden Bedeutungsverlustes in Panik verfallen. Sie suchen nach einem Weg aus der Krise und viele scheinen ihn im Ausland gefunden zu haben. Natürlich nicht in Dänemark, wo sich Sozialdemokraten mit einer pragmatischen Wirtschafts- und Migrationspolitik an der Macht halten.

Dazu hatte ihnen Nils Heisterhagen geraten, als er noch eine der wenigen intellektuell wahrnehmbaren Stimmen in der Partei war. Aber Heisterhagens Vorschläge waren wie er selbst zu klug für die SPD. Sie sucht sich andere Vorbilder. Juso-Chef Philipp Türmer, einer der führenden intellektuell Minderbegabten der deutschen Sozialdemokratie, forderte: »Die Wahl von Zohran Mamdani in New York zeigt: Menschen sehnen sich nach echter Veränderung, bezahlbarem Leben und glaubwürdiger sozialer Politik.«

Die SPD solle die Inspiration und den Mut aus New York........

© Juedische Allgemeine