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Sündenfall des Big Apple

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04. Juni 2026 – 19. Siwan 5786

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Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

Kaum ein Platz in New York eignet sich besser für Nostalgiker als das legendäre »Katz’s Delicatessen«. Doch die Zeit vor der Tür ist nicht stehen geblieben. New York hat ein neues Stadtoberhaupt. Strahlend, charismatisch, sympathisch. Zohran Mamdani versteht es wie kein Zweiter, sich als Bürgermeister für alle New Yorker zu inszenieren: ein Universaladapter für jede Steckdose des anständigen, gerechten Gewissens.

Der Vielversprecher beherrscht die Kunst der politischen Fata Morgana. Geschickt galvanisiert er jene Wählerschaft, die sich trotz harter Arbeit kein Leben in New York leisten kann. Ihnen verspricht er einen Mietpreisstopp, kostenlose Kinderbetreuung, Freifahrten für den Bus. Wie er dieses Milliarden-Spektakel finanzieren will, fragt man sich? Die Reichensteuer wird es richten, reichlich garniert mit der Besteuerung von Erbschaften, Immobilienmogulen und großen Unternehmen. Die Umverteilungsparty soll die Probleme der kleinen Leute lösen.

Sozialismus reloaded im Gewand des hippen New Yorkers

Nach Marx, Lenin und Mao nun also Mamdani: Sozialismus reloaded im Gewand des hippen New Yorkers. Dass diese Rezepte historisch stets in der Mangelwirtschaft endeten, stört die Euphorie seiner Jünger nicht. Wer braucht schon ökonomische Logik, wenn die moralische Überlegenheit gratis geliefert wird?

Man muss New York begreifen, um Mamdani und seine Wählerschaft zu verstehen. Die Stadt ist ein kapitalistischer Moloch. Das Versprechen vom Tellerwäscher, der zum Millionär wird, ist reine Illusion. Wer als Krankenschwester oder Bäcker arbeitet, bei der Müllabfuhr oder im Klassenzimmer, kann sich keine Miete mehr leisten – geschweige denn eine Privatschule. Familien ziehen weg.

Mamdani nutzt die Auswüchse dieses gnadenlosen Turbo-Kapitalismus der Privilegierten als Treibstoff für seine ideologische Ablehnung Israels. Er behandelt den Nahostkonflikt, als wäre er New Yorker Innenpolitik. Die Angst um den Wohnraum wird zum Hebel, der moralische Skrupel im Handumdrehen beseitigt. Frei nach Bertolt Brecht: zuerst das Fressen, dann die Moral. Diese krude Mischung aus Verzweiflung und Verblendung korrumpiert das Urteilsvermögen: Wer bezahlbar leben will, marschiert Seite an Seite mit jenen, die Israel einen Genozid vorwerfen und seine Existenz als »Apartheidstaat« beenden wollen.

Historisches Bewusstsein schützt vor Radikalität, Urteilsvermögen vor Ideologie.

Historisches Bewusstsein schützt vor Radikalität, Urteilsvermögen vor Ideologie.

Dieser Marsch der Globalisten, Klima-Aktivisten und Antisemiten ist ein Rückschritt in eine gefährlich vertraute Vergangenheit. Er spaltet die jüdische Gemeinschaft bis ins Mark. Dass etwa 67 Prozent der jüdischen Wähler zwischen 18 und 44 Jahren für Mamdani gestimmt haben, offenbart eine Zäsur, die weit über das Ökonomische hinausgeht. Die Upper East Side und Teile der Upper West Side bilden hierbei die Ausnahme. Deren Bewohner begreifen ihre jüdische Geschichte nicht als »weißes Privileg«, sondern als Kern ihrer Identität. Sie bleiben immun gegen die populistischen Phrasen. Historisches Bewusstsein schützt sie vor Radikalität, Urteilsvermögen vor Ideologie. Hier wird die Solidarität mit Israel nicht als politische Option, sondern als moralische und existenzielle Verpflichtung gelebt.

Symptom einer verlorenen Kompassnadel

In anderen Stadtteilen hingegen wird die........

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