»Jetzt erst recht«
08. Juli 2026 – 23. Tamus 5786
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Die Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland sind hoch motiviert. Für manche ist es nicht das erste Mal, dass sie in Israel dabei sind – bei den Medaillen spielen sie ganz vorn mit
Hunderte Fähnchen in Schwarz-Rot-Gold flattern im Rhythmus zur Musik. Als Makkabi Deutschland am Mittwoch vergangener Woche bei der Eröffnung ins Jerusalemer Teddy-Stadion einläuft, ist die Stimmung bereits am Kochen. Vorweg schreitet der Golfer Leo Friedman und trägt die deutsche Flagge bei seiner neunten Maccabiah voller Stolz. Plötzlich aber entfaltet sich eine überdimensionale israelische Flagge inmitten der Delegation, die eine Botschaft mitgebracht hat: Die deutsche und die israelische Identität existieren Seite an Seite.
»Der Einzug unserer Delegation war ein Moment, den viele von uns wohl nie vergessen werden«, sagt Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, anschließend. »Gerade in der heutigen Zeit ist die Makkabiade ein sichtbares Zeichen der Solidarität, Hoffnung und Stärke der weltweiten jüdischen Gemeinschaft.« Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen große Gefühle im Vordergrund. »Nach allem, was in den vergangenen Monaten geschehen ist, war dieser Marsch ein unglaublich emotionaler und verbindender Moment für unsere Delegation«, freut sich Alfi Goldenberg.
170 Makkabäerinnen und Makkabäer aus ganz Deutschland sind in diesem Jahr in Israel dabei.
170 Makkabäerinnen und Makkabäer aus ganz Deutschland sind in diesem Jahr in Israel dabei.
170 Makkabäerinnen und Makkabäer aus ganz Deutschland sind in diesem Jahr bei der jüdischen Olympiade in Israel dabei. Einer von ihnen ist Aaron Morali, 28 Jahre alt. Er spielt Futsal und nimmt zum dritten Mal teil. Für den in Karlsruhe aufgewachsenen Spieler ist es mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. »Weil die jüdische Gemeinde meiner Heimatstadt recht klein war, habe ich als Kind nur wenige Juden kennengelernt.« Umso mehr bedeute es ihm, dass Tausende jüdische Sportlerinnen und Sportler zusammenkämen. »Freundschaften entstehen über Ländergrenzen hinweg, man spürt sofort ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.«
Heute lebt Morali in Israel – doch die alte Heimat bleibe ein wichtiger Teil seiner Identität. »Das deutsche Trikot zu tragen, erfüllt mich mit Stolz und ist ein Zeichen dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland Zukunft hat.«
Viel Leidenschaft für das Team und für Deutschland
Im Turnier laufe es »einigermaßen gut«. Nach einer knappen Auftaktniederlage von 5:6 gegen Frankreich, einen Dämpfer gegen Israel mit 1:14, hat das Team 3:2 gegen Brasilien gewonnen. »Und darauf sind wir mächtig stolz! Denn........
