Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar
07. Oktober 2026 – 26. Tischri 5787
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Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar
Die Auszeichnung würdigt den Roman einer Autorin aus dem Hunsrück. Das gibt der Stadt neuen Anlass, sich mit den verdrängten Kapiteln seiner Geschichte auseinanderzusetzen.
Shida Bazyars als »Roman gegen Gleichgültigkeit« ausgezeichnetes Buch erfüllt in ihrem Geburtsort im Hunsrück viele Menschen mit Stolz. »Es bedeutet mir viel und ich bin unglaublich stolz darauf, dass Shida den Deutschen Buchpreis gewonnen hat - wir haben mitgefiebert«, sagte der Bürgermeister von Hermeskeil, Christoph König, am Morgen nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2026.
Stolz ist auch Verbandsbürgermeister Stefan Ding. »Der Erfolg von Shida Bazyar zeigt, wie wichtig es ist, hinzusehen und sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen - und zugleich, welchen Wert eine offene und tolerante Gesellschaft hat«, sagte der CDU-Politiker. Der ehemalige Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) sagte: »Das ist genau das, was wir brauchen.« Eine Auseinandersetzung über Generationen hinweg und von Migranten mit der Geschichte ihres Ortes in Deutschland. Das »hervorragende Buch« sei ein »bemerkenswerter Beitrag zur Erinnerungskultur« und müsse Unterrichtsstoff werden.
Verschwiegene Kapitel deutscher Vergangenheit
Bazyar kam 1988 in der rund 7.000 Einwohner großen Stadt in Rheinland-Pfalz zur Welt und machte sie zum Vorbild des fiktiven Orts Heimesbach in ihrem Roman. Ihre Eltern waren politische Aktivisten im Iran und flohen 1987 nach Deutschland. Sie sei »dankbar«, dass ihre Eltern Asyl bekommen hätten und sie »an einem geschützten Ort aufwachsen konnte«, sagte die Preisträgerin, die vom Hunsrück erst nach Hildesheim und später nach Berlin zog.
Ihr Roman »Die Lücken« reflektiere anhand........
