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Indien wird nicht Teil eines „globalen Westens“ werden

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14.01.2026

Als „Sightseeing-Tour“ eines Kanzlers, der die falschen Prioritäten setze, verspottete AfD-Chefin Alice Weidel den Antrittsbesuch von Friedrich Merz in Indien Anfang dieser Woche. Damit offenbart sie ein sehr eigentümliches Verständnis der Interessen der globalen Wirtschaftsnation Deutschland. Der Kanzler hatte beim Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde, das innerhalb der G20 die höchsten Wachstumsraten hat, 25 CEOs im Schlepptau, von Boehringer bis Siemens.

Während des Besuchs haben die beiden Länder 27 Vereinbarungen unterzeichnet, von Rüstungskooperation über Technologiepartnerschaften bis zu Fachkräftemobilität. Merz warb für den zügigen Abschluss des EU-Indien-Handelsabkommens.

Und ja, das Team um den erfolgreichen deutschen Botschafter Philipp Ackermann hat mit dafür gesorgt, dass es schöne Bilder des Kanzlers in der Heimatprovinz des indischen Premiers Narendra Modi gab. Das gehört zu gelungener Diplomatie dazu.

Es war die richtige Entscheidung des Kanzlers, Indien als Ziel seiner ersten........

© Handelsblatt