Wenn in China selbst Ikea seine Filialen schrumpfen muss
Shanghai. Auch in China gibt es diese typischen Europa-Momente. Etwa, wenn man in Shanghai mit dem Auto über eine Schnellstraße fährt. Plötzlich türmt sich an der Seite ein riesiger blauer Quader mit gelber Schrift auf: Ikea.
Ein Anblick wie zu Hause, entlang der Autobahnen bei Köln, Hamburg oder Frankfurt. Doch in China wird dieser vertraute Anblick seltener, die Ära der Großfilialen des schwedischen Möbelhauses neigt sich dem Ende entgegen – ein Trend, der sich teils auch in Europa und anderswo zeigt. Das belegen auch Zahlen: Der Gewinn bei Inter Ikea, dem weltweiten Franchisegeber, war 2025 eingebrochen.
Sieben der ikonischen Einrichtungshäuser in China sollen geschlossen werden – ausgerechnet in einkommensstarken Metropolen wie Shanghai, Guangzhou, Tianjin oder Ningbo. Städte, die lange als sichere Häfen für ausländische Konzerne galten, in denen es mitunter aber auch weitere Ikea-Standorte gibt. Ab dem 2. Februar werden die ersten Stores abgewickelt, gleichzeitig wird das Filialnetz umgebaut: 34 Standorte bleiben danach in Betrieb. In den kommenden zwei Jahren plant Ikea China, dafür rund ein Dutzend kleinere stadtnahe Läden zu........
