Warum es Zeit ist, Ungarn den EU-Austritt nahezulegen
Viktor Orban wird sein Glück kaum fassen können. Der amerikanische Außenminister ehrt nach seinem denkwürdigen Auftritt in München Ungarns Premier mit einer Visite, nachdem er zuvor beim slowakischen Regierungschef Robert Fico war. Beide gleichsam russophil, europaskeptisch und erklärtermaßen große Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Auch das ist eine Botschaft, die an Klarheit nichts missen lässt. Die Europäer rätseln derweil noch, wie sie den Auftritt Marco Rubios bei der Sicherheitskonferenz werten sollen, was für sich genommen einigermaßen absurd anmutet. Ja, der Ton schien im Vergleich zur Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance vor einem Jahr geschmeidiger und nicht frei von transatlantischer Nostalgie.
Doch der Grundtenor beider Diskurse war derselbe: illiberal, nationalistisch, antiaufklärerisch. Die Globalisierungsepoche seit dem Zerfall der Sowjetunion, der Aufbau einer regelbasierten und antikolonialen Weltordnung seit dem Zweiten Weltkrieg stellen für den Außenminister eine einmalige Ausnahme der Historie dar – bestenfalls. Eher noch gehöre sie auf die Mülldeponie der Geschichte. Das „Ende der Geschichte“, das der Siegeszug der Demokratie habe einleiten wollen, welch „törichter Gedanke“, so Rubio.
Das Bild, das der Außenminister zeichnete, stellt das Gegenteil europäischer Selbstwahrnehmung dar, wenn man so will. Die Absagen Rubios an Freihandel, von dem alle profitieren, an eine offene Gesellschaft, die Migration als Bereicherung empfindet, und insgesamt die Ablehnung internationaler Institutionen sind eineindeutig.
Viktor Orban wird sein Glück kaum fassen können. Der amerikanische Außenminister ehrt nach seinem denkwürdigen Auftritt in München Ungarns Premier mit einer Visite, nachdem er zuvor beim slowakischen Regierungschef Robert Fico war. Beide gleichsam russophil, europaskeptisch und erklärtermaßen große Unterstützer von........
