Was wäre, wenn der Ölpreis nie wieder tiefer liegt als jetzt?
Ist der Ölpreis derzeit besonders hoch? Die Frage wirkt, als ließe sie sich leicht beantworten. Immerhin kostet Öl heute locker 50 Prozent mehr als Anfang des Jahres. Doch nur, weil der Preis gestiegen ist, heißt das nicht, dass er wieder fallen wird. Rückblickend könnten sich die 100 Dollar pro Barrel auch als Schnäppchen erweisen.
Denn niemand kann garantieren, dass die Bedrohung der Öltanker im Golf und damit die Blockade in der Straße von Hormus schnell beendet werden. Die Iraner setzen mit ihrer Blockade ein Zeichen: Wer den Iran angreift, gefährdet die Weltwirtschaft.
Es ist gut möglich, dass Teheran die Straße von Hormus noch lange geschlossen hält. Denkbar ist auch, dass es die Straße künftig häufiger öffnet und schließt, um dieser oder jener Forderung Nachdruck zu verleihen. Der Ölpreis würde dann erheblich schwanken und sich auf einem höheren Niveau bewegen, als wir es bisher gewohnt waren.
Denn niemand kann garantieren, dass die Bedrohung der Öltanker im Golf und damit die Blockade in der Straße von Hormus schnell beendet werden. Die Iraner setzen mit ihrer Blockade ein Zeichen: Wer den Iran angreift, gefährdet die Weltwirtschaft.
Es ist gut möglich, dass Teheran die Straße von Hormus noch lange geschlossen hält. Denkbar ist auch, dass es die Straße künftig häufiger öffnet und schließt, um dieser oder jener Forderung Nachdruck zu verleihen. Der Ölpreis würde dann erheblich schwanken und sich auf einem höheren Niveau bewegen, als wir es bisher gewohnt waren.
Wer dieses Szenario einmal verinnerlicht hat, den kann die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung nur noch fassungslos machen. Deutschland macht die Gasheizung wieder salonfähig, es kämpft für den Verbrennungsmotor, es schwächt den Emissionshandel, und es bremst den Zubau bei Wind- und Solarkraft. All das führt dazu, dass die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten hoch bleibt, dass Versorgungsengpässe auch in Zukunft nicht ausgeschlossen sind.
