Nur wer die Hoffnung aufgibt, hat schon verloren
Nur wer die Hoffnung aufgibt, hat schon verloren
Stand: 08.09.2026, 15:47 Uhr
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Zum ersten Mal seit 1945 steht eine rechtsextreme Partei in Deutschland vor der Regierungsübernahme in einem Bundesland. Der Versuch, die AfD mit deren eigenen Mitteln zu schlagen, ist krachend gescheitert.
Am 6. April 2022 erschien hier die erste Folge von „Hebel meint“. Die Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP war gerade vier Monate alt, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ging in die siebte Woche. Joe Biden war nach seinem Wahlsieg über Donald Trump seit gut einem Jahr US-Präsident.
In Deutschland machte sich der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck Gedanken über ein neues „Heizungsgesetz“, und Habecks SPD-Kollege Hubertus Heil werkelte im Arbeitsministerium an einem Hartz-IV-Ersatz namens „Bürgergeld“. Im Vorjahr hatte die AfD bei der Bundestagswahl gut zehn, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gut 20 Prozent eingefahren. Seit ein paar Tagen durften wir wieder ohne Maske einkaufen gehen.
Mit dieser Folge endet die Serie „Hebel meint“. Nach kurzer Pause meldet sich Stephan Hebel mit Leitartikeln und Kommentaren zum aktuellen Geschehen zurück.
Live erleben können Sie den Autor bei „Hebels aktuelle Stunde“ am Montag, 21. September, um 19 Uhr im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, in Frankfurt. Livestream unter www.fr.de/hebelsstunde
Mit diesem Text, der 104. Folge, endet die Serie, und zum ersten Mal seit 1945 steht in Deutschland eine rechtsextreme Partei vor der Regierungsübernahme in einem Bundesland. Was sagt das über die Entwicklung in den viereinhalb Jahren, die inzwischen vergangen sind?
Beginnen wir mit einem Randereignis am Wahlabend in Sachsen-Anhalt. Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der „Zeit“, sprach in der Talkshow von Caren Miosga das „Metathema“ Migration an und nannte ein Beispiel für „Fehlentwicklungen“. Es ging um drei vorbestrafte Männer „aus Südosteuropa“, deren Ausweisung offenbar an mangelnder Kommunikation zwischen Behörden gescheitert war. Sie stehen nun........
