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Auch Kritik am Status Quo muss sein

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16.04.2025

Stand: 15.04.2025, 15:59 Uhr

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Wer die bestehende Demokratie gegen den Autoritarismus nur verteidigt, nimmt in Kauf, dass sich genau die Fehler wiederholen, die den Menschen die Perspektiven rauben. Die politische Bilanz von Stephan Hebel.

Was meinen Sie: Wie lange sitzt Donald Trump schon wieder im Weißen Haus? Es sind noch nicht einmal 100 Tage. Erst am 30. April wird die Zeitspanne enden, die früher als Schonfrist für neue Amtsinhaber gegolten hätte. Aber der Umbau der USA zu einem autoritären Nationalkapitalismus und die geopolitischen Umwälzungen, die damit verbunden sind, gehen rasend schnell. Zu schnell, um mit der Verteidigung demokratischer, ökologischer und sozialer Werte zu warten. Und plötzlich stellt sich eine fundamentale Frage: Wer soll da eigentlich was verteidigen?

FR-Autor Stephan Hebel kommentiert an dieser Stelle alle 14 Tage aktuelle politische Ereignisse. Wenn Sie Kritik, Lob oder Themenhinweise haben, schreiben Sie an stephan.hebel@fr.de. Bitte merken Sie dabei auch an, ob Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden wären. fr.de/hebel-meint

Live erleben können Sie den Autor bei „Hebels aktueller Stunde“ mit Vortrag und
Diskussion zu aktuellen Themen am Donnerstag, 24. April, 19 Uhr, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt. www.club-voltaire.de, Livestream: www.fr.de/hebelsstunde

Auf den ersten Blick sieht die Sache einfach aus: „Wir“ – gemeint ist damit meistens der parlamentarisch-demokratisch organisierte Teil Europas und der „westlichen Welt“ – verteidigen Errungenschaften wie eben die Demokratie, den Rechtsstaat mit seiner unabhängigen Justiz, den liberalen Umgang mit und den Schutz von Minderheiten, die gegenseitige Unterstützung in der Abwehr äußerer........

© Frankfurter Rundschau