Ja, können wir denn nicht mal Schnee?
Für manchen ist jede vereiste Straße ein Symbol für Staatsversagen. Dabei ist der Schnee dieser Tage vor allem eines: Eine schöne Übung in ein paar vernachlässigten Tugenden.
Nur mal angenommen, Wetter wäre ein Beruf wie jeder andere – dann hätte der Schnee ganz sicher den undankbarsten aller Jobs. Möchte man nicht machen, um keinen Preis.
Das Profil jedenfalls läse sich wie eine reine Zumutung: Falle dort üppig und glitzernd, wo du niemanden störst, würde da stehen. Also auf Felder, Wälder und Rodelhügel, auf dass dich die Menschen bewundern, bestaunen und massenhaft fotografieren können, damit sie die Bilder sogleich in alle Welt schicken. Und spare zugleich akkurat jene Flecken aus, auf denen sie in Autos, Zügen, Flugzeugen, Fahrrädern oder auch nur zu Fuß unterwegs sind. Ziemlich anspruchsvolle Aufgabe, schon klar. Als Mensch würde man es lassen.
So ist unser Verhältnis zum Schnee also einigermaßen........

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