Stocker und Babler sitzen auf einem Vulkan
Wird uns die KI also alle umbringen? Sollte es so weit kommen, wäre eine andere Frage obsolet: Wird es die ÖVP zerreißen? Ich war zuletzt auf einigen Veranstaltungen, auf denen diese Frage aufgeworfen wurde. Vom Haider-Gedächtnisparteitag der FPÖ in Innsbruck bis zu Events, auf denen sich ÖVP-Menschen tummelten, die zu Zeiten von Sebastian Kurz noch eine größere Rolle gespielt haben. Abzüglich der Vorstellung, dass der Wunsch vielleicht Vater des Gedankens ist – bei freiheitlichen Politikern wie bei Kurz-Anhängern – bleibt dennoch der Eindruck bestehen: Christian Stocker sitzt auf einem Vulkan. SPÖ-Chef Andreas Babler freilich auch – nur dass er bei ihm hin und wieder bereits ausbricht. Babler bleibt aber einfach sitzen, als ob nichts wäre. Und man muss sagen: Diese Methode funktioniert auch. Noch.
Für heute um 15 Uhr hat Andreas Babler alle SPÖ-Minister und Staatssekretäre zu sich geladen. Wozu? Darüber kann nur spekuliert werden. Tritt er zurück? Macht er eine Regierungsumbildung? Oder gar nichts? An sich, so heißt es, soll es darum gehen, das Parteipräsidium in Mauerbach nachzubesprechen. Das ist allerdings schon eineinhalb Wochen her. Im Hintergrund tobt dem Vernehmen nach ein (weiterer) Machtkampf: Die Gewerkschaft möchte einen SPÖ-Vorsitzenden Gerhard Zeiler um jeden Preis verhindern, zu diesem Zweck wird der Name Markus Marterbauer ventiliert,........
