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Volksparteien wie die SPÖ und die ÖVP schaffen sich gerade europaweit selbst ab

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04.10.2026

Die Krise der Sozialdemokratie ist bei weitem nicht auf Österreich beschränkt. In nur noch drei der 27 EU-Mitgliedstaaten stellen die Genossen derzeit die Regierungsspitze: in Malta, Dänemark und - bis zur nächsten Wahl - in Spanien. In Deutschland ist die stolze SPD in Umfragen auf 14 Prozent abgestürzt, um einen Prozentpunkt tiefer noch als die SPÖ. Die Arbeiterbewegung ist seit Jahrzehnten schon Opfer ihres eigenen Erfolgs. Es gibt nichts mehr viel zu verteilen. Und das Verwalten des Mangels begeistert keine Wähler, die von Abstiegsängsten und Zukunftssorgen geplagt sind.

Dämonisierungsrituale werden die rechtspopulistische Welle nicht stoppen

Doch nicht nur die Sozialdemokarten befinden sich im Sinkflug. Auch die christdemokratischen Volksparteien verlieren dramatisch an Überzeugungskraft. Die ÖVP kommt in Umfragen unter Christian Stocker derzeit gerade einmal auf 20 Prozent, und in Deutschland ist die Union mit ihrem CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz auf 18 Prozent abgestürzt, während die FPÖ auf 38 und die AfD auf 30 Prozent gestiegen ist. Durch ganz Europa schwappt eine rechtspopulistische Welle, die sich offenbar weder von Brandmauern noch von Dämonisierungsritualen stoppen lässt.

Der Umbruch im Parteiensystem spiegelt die gesellschaftlichen Umwälzungen wider, die durch Migration, Globalisierung und einen unfassbar........

© Die Presse