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Die grüne Zwickmühle

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21.05.2022

Die Grünen haben bei der Landtagswahl in NRW ihr bisheriges Ergebnis fast verdreifacht. Und nun haben sie ein Problem. Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Bild von succo auf Pixabay

Der Jubel am Wahlabend war groß bei den Grünen. Mit Plus 11,8 %-Punkten Stimmenzuwachs erzielten sie den höchsten Zuwachs aller Parteien und landeten am Ende bei 18,2 % der Zweitstimmen. Neben der CDU, die mit einem Zuwachs von 2,8%-Punkten, auf 35,7 % als stärkste Partei aus der Wahl hervorging, sind die Grünen eindeutig der Sieger der Wahl.

Und jetzt haben sie ein veritables Problem. Denn ohne eine grüne Regierungsbeteiligung geht in NRW nur eine große Koalition – und die will vermutlich so gut wie niemand.

In den letzten Tagen nach der Wahl hörte ich mehrfach, der Wählerwille wolle nun eine schwarz-grüne Koalition. Und nach einer Forsa-Umfrage sprachen sich wohl mit 41 % der Befragten tatsächlich die größte Zahl der Befragten für eine solche Koalition aus. Und in einer Civey-Umfrage waren es 40 %. Also alles klar?

Nö, keineswegs. Denn der sogenannte Wählerwille ist ein nicht wirklich existierendes Konstrukt. Mein Wille, als mein Wählerwille, ist mit Sicherheit ein anderer, als der, sagen wir mal, des Reichsbürgers aus der Nachbarschaft. Und er ist vermutlich auch schon ein anderer als der vieler meiner........

© Die Kolumnisten


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