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Petroleum | Venezuela: Die wahre Geschichte hinter Trumps Behauptung vom „gestohlenen Öl“

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08.01.2026

Man muss es Donald Trump lassen: Er bemüht sich gar nicht, das Motiv hinter dem Angriff auf Venezuela zu bemänteln. „Wir brauchen uneingeschränkten Zugang“ zu den venezolanischen Erdölvorkommen, erklärte der US-Präsident am vergangenen Sonntag.

Auf der ersten Pressekonferenz einen Tag zuvor betonte er, die venezolanische Erdölindustrie für US-Konzerne öffnen zu wollen. Bereits im Dezember hatte er behauptet, Venezuela hätte den USA „Öl, Land und Vermögenswerte weggenommen“.

Trumps Äußerungen werfen ein Schlaglicht auf den Rohstoff, von dem Venezuela seit etwa 100 Jahren einseitig abhängt. Worauf aber bezieht er sich genau?

Bereits seit Ende der 1920er-Jahre dominierten US-amerikanische Erdölkonzerne das Geschäft mit dem schwarzen Gold in Venezuela. Inmitten des Erdölbooms der 1970er-Jahre nationalisierte dann eine sozialdemokratische Regierung die Erdölindustrie. Weder die US-Regierung noch die Konzerne leisteten größeren Widerstand und akzeptierten die Entschädigung von insgesamt einer Milliarde US-Dollar. 1983 wären ohnehin etwa 80 Prozent der Konzessionen........

© der Freitag