Poptimismus und verletzte Fan-Gefühle: Erleben wir gerade das Ende der Musikkritik?
Taylor Swifts jüngstes Studioalbum, The Life of a Showgirl (2025), ist eines der schlechtesten ihrer Karriere. Ich könnte Ihnen, liebe Leser*innen, an dieser Stelle ausführen, nach welchen Kriterien ich zu diesem Urteil komme, in Teilen wäre das aber vergebens. Beinharte Swift-Fans hätte ich vermutlich vergrault.
Oder schlimmer noch: In jüngster Zeit mehren sich Berichte von Kulturjournalist*innen auf der ganzen Welt, die für ihre Arbeit sogar bedroht werden. In einem Artikel des britischen Reuters Institute for the Study of Journalism kommen mehrere Autor*innen zu Wort, die von Hassnachrichten, Morddrohungen und Stalking im Nachgang zu Kritiken, häufig an großen Popstars, berichten. Im US-Magazin New Yorker, seit 100 Jahren eine Institution in Sachen Kulturkritik, erschien im vergangenen Oktober ein Artikel, © der Freitag
